zufällige Doku

Zeugen des Jahrhunderts – Manfred Gerlach (ZDF Doku)


Manfred Gerlach (* 8. Mai 1928 in Leipzig; † 17. Oktober 2011 in Berlin[1]) war ein ehemaliger deutscher Politiker. Er war von 1967 bis 1990 LDPD-Vorsitzender, von 1960 bis 1989 stellvertretender Staatsratsvorsitzender und von 1989 bis 1990 letzter Staatsratsvorsitzender der DDR. In der Liberaldemokratischen Partei Deutschlands war er von 1951 bis 1953 stellvertretender Vorsitzender, bis 1967 Generalsekretär und bis 1990 als Nachfolger von Max Suhrbier Vorsitzender. Er war von 1960 bis 1990 einer der Stellvertreter des Staatsratsvorsitzenden, stellvertretender Vorsitzender des Volkskammerausschusses für Nationale Verteidigung und seit 1967 Mitglied des Präsidiums des Nationalrates der Nationalen Front.
Am 20. September 1989 stellte er als erster führender Politiker der DDR die Vormachtstellung der SED in Frage und forderte Reformen. Bei der Wahl eines neuen Präsidenten der Volkskammer unterlag er am 13. November 1989 Günther Maleuda, da dieser die Unterstützung der SED-Abgeordneten erhielt. Vom 6. Dezember 1989 bis zum März 1990 war er als Nachfolger von Egon Krenz Vorsitzender des Staatsrates. Schließlich übernahm 1990, nach den ersten freien Wahlen, durch eine Verfassungsänderung die neugewählte Präsidentin der Volkskammer, Sabine Bergmann-Pohl, die Aufgaben des Staatsoberhauptes. Weiter im Jahr 1990 wurde er Mitglied des Bundes Freier Demokraten, danach der FDP. Nach der Einleitung eines Parteiausschlussverfahrens 1992 wegen des Vorwurfes, Leipziger LDPD-Mitglieder bei den sowjetischen Militärbehörden denunziert zu haben, trat Gerlach am 23. November 1993 aus der FDP aus.

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