zufällige Doku

Yellowstone – Bären, Bisons, Wölfe (Phoenix Doku)


Alles begann mit Forschungsreisenden im 19. Jahrhundert. Sie waren überwältigt von der Ursprünglichkeit dieser Landschaft. Das war die Geburtsstunde einer beispiellosen Idee: Yellowstone wurde 1872 zum ersten Nationalpark der Welt erklärt. In den Anfangsjahren seiner Gründung wurden etliche Fehler begangen, so war etwa die Jagd auf Raubtiere nicht verboten. Die Konsequenz: Puma und Wolf wurden ausgerottet.

Heute sind die großen Räuber zurück und haben in dieser urwüchsigen Landschaft eine neue Heimat gefunden. Und so spielen sich in Yellowstone wieder die alten Dramen zwischen Jägern und Gejagten ab: Auf leisen Sohlen nähert sich ein Puma seinem Opfer, Wölfe bringen im Kollektiv einen Kojoten zur Strecke und Bären gehen auf die Jagd nach Wapitihirschen. Die Gesetze der Wildnis sind brutal. Fressen und gefressen werden, Leben und Tod bedingen einander.

Doch Yellowstone ist nicht nur rau, sondern auch von erhabener Schönheit. Neben dichten Wäldern und farbenfrohen Bergwiesen sind es die über 300 Geysire, die den Landstrich so einmalig machen.

Für die amerikanischen Ureinwohner war Yellowstone seit jeher ein heiliger Ort – lange, bevor die weißen Siedler ins Land kamen. Die Schoschonen nannten es „Land der Bisons“, weil es die Heimat des Tieres war, auf das sie am meisten angewiesen waren. Doch im 19. Jahrhundert zerstörte die systematische Jagd der Weißen die Existenzgrundlage der Indianer. Der Bison war fast ausgerottet. Nur zwei dutzend Tiere hatten überlebt. Im Yellowstone fanden die Tiere Zuflucht und ihr Bestand erholte sich sehr schnell.

Doch bis zur Rückkehr der Wölfe war es ein weiter und steiniger Weg. Inzwischen gibt es mehr als 130 Wölfe im Park – und ihr Heulen ist bis über die Grenzen des Parks hinaus hörbar. In einem eindrucksvollen Portrait zeigt der Film die faszinierende Natur Yellowstones und den harten Überlebenskampf seiner tierischen