zufällige Doku

Weltwunder der Technik – Der Panama-Kanal (Doku)


Es war ein verwegener Plan und ein alter Menschheitstraum: den Atlantik und den Pazifik mit einem Kanal durch Panama zu verbinden. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wagte sich der Franzose Ferdinand de Lesseps an die Umsetzung. Eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen, Computeranimationen und Spielszenen lassen das größte, teuerste und katastrophalste Bauvorhaben des 19. Jahrhunderts und seine Fertigstellung 1914 wieder erstehen.

Zehntausende Arbeiter schufteten bei bis zu 50 Grad Hitze. Mehr als 20.000 von ihnen starben in dem unwegsamen und bergigen Gelände am heimtückischen Gelbfieber. Aber auch de Lesseps und 600.000 Aktionäre trieb der Kanal in den Ruin. Über den größten Finanzskandal in der Geschichte Frankreichs stürzte auch die Regierung. Zurück blieb nur eine sumpfige Rinne. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts griffen die USA den Plan wieder auf. Mit dem Wunderwerk der Technik sollten selbst die größten Kriegsschiffe schnell den Atlantik oder Pazifik erreichen und so den USA helfen, zur Weltmacht zu werden.

Es wurde die gigantischste Baustelle des 20. Jahrhunderts. Fast 500.000 Arbeiter sprengten mit 30 Millionen Kilogramm Dynamit den 80 Kilometer langen Kanal durch den Gelbfieber verseuchten Dschungel von Panama. Mit gigantischen Schleusen, den größten Betonbauten der Welt, überwanden die amerikanischen Ingenieure schließlich den Punkt, an dem die Franzosen scheiterten. Um die Verluste unter den Arbeitern möglichst gering zu halten, wurden erstmals die Moskitos, die Überträger des Gelbfiebers, systematisch bekämpft. Trotzdem starben noch 2.000 Mann, bevor 1914 das 300 Millionen Dollar Projekt, die Verbindung von Atlantik und Pazifik, durch den Panama-Kanal eingeweiht wurde.