zufällige Doku

Universum – Aliens: Sind wir alleine


SETI ist das Akronym für „Search for Extraterrestrial Intelligence“ (deutsch: „Suche nach außerirdischer Intelligenz“). Damit bezeichnet man die Suche nach außerirdischen Zivilisationen. Seit 1960 werden verschiedene wissenschaftliche Suchprogramme betrieben, die u. a. den Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums nach möglichen Zeichen und Signalen technischer Zivilisationen im All erforschen. Die Seti-Forschung beruht auf der Annahme, dass außerirdische Kulturen im Weltall existieren. Bei der Suche im Radiobereich geht man davon aus, dass extraterrestrische Technologie, wie Kommunikationssysteme und Nachrichtentechnologien benutzt werden wie hier auf der Erde. Bislang ist nicht bekannt, ob außerirdisches Leben existiert bzw. ob es andere technische Zivilisationen gibt, die zu Sendung und Empfang interstellarer Signale in der Lage sind. Eine Abschätzung dazu hat der Astronom Frank Drake mit der Drake-Gleichung versucht. Bei optimistischer Einschätzung der Faktoren dieser Gleichung ergibt sich eine mögliche Anzahl von über 300 solcher Zivilisationen in der Milchstrasse. Mit der Kardaschow-Skala werden eventuelle technische Möglichkeiten extraterrestrischer Zivilisationen abgeschätzt. Die Galaxie in der sich die Erde befindet, die Milchstraße, hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren und beinhaltet zwischen 200 und 400 Milliarden Sterne und Erkenntnissen der Kepler-Mission zufolge, 50 Milliarden Planeten, davon schätzungsweise 500 Millionen Planeten in Habitablen Zonen. Es wird angenommen, dass außerirdische Lebensformen im Universum in der Mehrzahl auf Kohlenstoff-Chemie basieren würden, wie alle Lebensformen auf der Erde. In der Exobiologie wird dies polemisch als Kohlenstoffchauvinismus bezeichnet. Obwohl auch hypothetisch alternative Biochemie wie z. B. auf Siliciumbasis diskutiert werden, bietet Kohlenstoff eine ungewöhnlich große Vielfalt zur Bildung von Molekülen. Eine weitere Annahme ist, dass Leben flüssiges Wasser benötigt. Das Wassermolekül ist ein einfaches Molekül und eine optimale Umgebung für die Entwicklung komplexer kohlenstoffbasierter Moleküle, die zur Entwicklung von Leben führen könnten. Eine dritte Einschränkung ist, sich auf sonnenähnliche Sterne zu konzentrieren. Sehr große Sterne haben relativ kurze Lebenszeiten von nur einigen Millionen Jahren bis zu wenigen zehntausend Jahren, so dass intelligentes Leben auf den umliegenden Planeten sehr wenig Zeit für die Entwicklung hätte. Andererseits ist die freigesetzte Energie sehr kleiner Sterne so gering, dass nur Planeten auf einer nahen Umlaufbahn als Kandidaten für Leben in Frage kämen. Die Lebenszeit eines solchen Sterns beträgt allerdings bis zu 20 Milliarden Jahre. Durch die enge Umlaufbahn und die Wirkung der damit verbundenen starken Gezeitenkräfte ist die Eigenrotation solcher Planeten in der Regel sehr langsam oder in gebundene Rotation übergegangen. Die Folge ist ein ungünstiges, sehr starkes Temperaturgefälle, wie es in etwa beim Merkur beobachtet werden kann. Etwa 10 % der Sterne unserer Galaxis sind sonnenähnlich, und es gibt etwa 1000 solcher Sterne in einer Entfernung von bis zu 100 Lichtjahren. Diese Sterne wären erste Ziele für interstellare „Lauschaktionen“. Allerdings gibt es keine Möglichkeit zu überprüfen, ob die oben genannten Einschränkungen tatsächlich sinnvoll sind. Daher können keinerlei Bereiche grundsätzlich von einer Suche ausgenommen werden.

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