zufällige Doku

Terra X: Pyramiden des Schreckens – Spurensuche in den Anden (ZDF Doku)


Menschenopfer gehören untrennbar zu den versunkenen Hochkulturen Südamerikas. Azteken, Inkas, Mayas – über ihre tödlichen Rituale ist einiges bekannt. Archäologische Nachweise der Geopferten fehlen jedoch oft. Die Moche lebten etwa von 400 v. Chr. bis 600 n. Chr. in den Anden Nordperus. Sie errichteten am Fuß der Berge gewaltige Pyramiden aus gebranntem Lehm, die als Opferstätten und Tempel dienten.

Erschreckende Skelettfunde in und bei den sakralen Anlagen sorgten jüngst für Aufregung unter den Wissenschaftlern. Nahe der „Pyramide des Mondes“ entdeckten Archäologen einen Friedhof des Horrors: Etliche Skelette – grausam zugerichtet – bedeckten den Wüstenboden. Was das schriftlose Volk der Moche auf Tonkrüge gemalt und mit Keramikfiguren inszeniert hatte, wurde vor den Augen der Forscher real: Erwachsene Menschen – entkleidet und gefesselt – wurden verstümmelt, erschlagen und in Anwesenheit der Priester in den Abgrund gestürzt. Wer waren die Toten, wer die Mörder? Welchen Stellenwert hatten Menschenopfer in der Kultur der Moches? Die Wissenschaftler versuchen, die Rätsel zu lösen.
Vorsichtig rekonstruiert der Film die Geschehnisse vor über 1500 Jahren. Wichtigste Quellen sind die phantasievolle Keramik-Kunst der Moche und kämpferische Rituale, die einige peruanische Andenvölker noch heute praktizieren. Mit akribischer Detektivarbeit werten die Forscher jedes Indiz aus, das ihnen die Toten liefern. Ein Wissenschaftskrimi – authentisch, intelligent, spannend.