zufällige Doku

Talk: Wieviel Unvernunft verträgt die Wissenschaft? (ServusTV)


Die Thesen von Erfolgsautor und „Alien-Jäger“ Erich von Däniken, der sich seit Jahrzehnten mit außerirdischem Leben auf der Erde befasst, faszinieren Millionen von Menschen — viele Andere halten den Schweizer und seine Theorien einfach nur für verrückt. Und immerhin die Hälfte aller Deutschen glaubt an Astrologie, wodurch die Vertreter dieser Zunft — wie der deutsche Star-Astrologe Winfried Noé – gutes Geld damit verdienen. Wissenschaftlich zu belegen sind aber weder Dänikens Thesen noch Noés Prognosen, weshalb sich beide immer mit wieder dem Vorwurf der Pseudowissenschaft konfrontiert sehen. Ihren Erfolg und ihre Popularität allerdings hätte so mancher Natur- und Sozialwissenschaftler sicher ebenfalls gerne: Über 60 Millionen Bücher hat von Däniken schon verkauft, während sich Noé ein wahres Astrologie-Imperium aufgebaut hat. Im aktuellen Talk im Hangar-7 verteidigen beide ihre Zunft als durchaus ernstzunehmende Disziplin – während namhafte Natur- und Sozialwissenschaftler entgegnen, dass Unvernunft zwar der Auslöser für wissenschaftliche Arbeit sein darf, aber niemals deren Ergebnis sein kann.
Gäste sind:

Erich von Däniken – der Beststeller-Autor sammelt seit fast 50 Jahren Beweise für den Besuch von Außerirdischen auf der Erde und wirft der Wissenschaft vor, sie folge einem Zeitgeist, der keinerlei Unvernunft zulässt.

Winfried Noé – der bekannte Astrologe erreicht mit seinen Horoskopen in verschiedenen Zeitschriften Millionen von Menschen: Als studierter Jurist und Psychologe fordert er von der Naturwissenschaft, nicht nur einseitig und linear zu denken.

Heinz Oberhummer – der Astrophysiker an der Technischen Universität in Wien und Vorsitzende der österreichischen Skeptiker-Organisation sagt, Pseudowissenschaften geben sich selbst den Anschein von Wissenschaftlichkeit.

Markus Pössel – der Astronom und Wissenschaftskommunikator am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und hat sich intensiv mit den Thesen Erich von Dänikens beschäftigt. Sein Fazit: Der Schweizer hat nichts zur Wissenschaft beigetragen.

Gerhard Vollmer – für den Erkenntnisphilosophen und Wissenschaftstheoretiker an der Technischen Universität in Braunschweig liegt der richtige Weg der Wissenschaft irgendwo zwischen kühnen Vermutungen und strenger Kritik.

Edgar Wunder – der Sozialwissenschaftler an der Universität Heidelberg und Vorstand der Gesellschaft für Anomalistik sieht in der allgemeinen Wissenschafts-Gläubigkeit eine besondere Form des Aberglaubens.

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