zufällige Doku

Spielerberater (ARD Doku)


Die Berater von Fußballspielern haben einen miserablen Ruf. Das weiß auch der 43-jährige Jörg Neblung. Er ist Inhaber der Firma „Neblung Sportsnetwork“. Eher unfreiwillig in den Fokus der Öffentlichkeit geriet er, als sich sein Klient, der Fußballnationaltorwart Robert Enke, 2009 das Leben nahm. Neblung bezeichnet sich selbst als „hellgraues“ Exemplar unter den „schwarzen Schafen“ der Spielerberater.

Ein halbes Jahr begleitete der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Klaus Stern den Spielerberater Neblung bei Verhandlungen über Transfers, Provisionen und Vertragsverlängerungen und bei der Arbeit mit seinen Klienten, zu denen unter anderem der frühere Nationaltorwart Timo Hildebrand von Schalke 04 gehört.
Neblung, der sich auf Torhüter spezialisiert hat, verdient sein Geld – wie so viele einflussreiche und gleichzeitig unbekannte Spielervermittler – mit Versprechungen auf den großen Durchbruch. 30 Spieler hat er unter Vertrag.

Die Story im Ersten zeichnet am Beispiel Jörg Neblung ein Bild der normalerweise im Hintergrund arbeitenden Spielerberater. Der Film ist eine unkommentierte Inneneinsicht in eine gnadenlose Branche mit in Wahrheit nur geringen Karriereaussichten, denen dennoch alles untergeordnet wird. Einsichten, wie man sie in dieser Nähe und Intensität noch nicht gesehen und miterlebt hat.