zufällige Doku

Spartacus – Gladiator gegen Rom (ZDF Doku)


Rom war im ersten Jahrhundert nach Christus eine Millionenmetropole. Im Zentrum stand das Kolosseum – Ort blutiger
Massenspektakel. Mit Gladiatorenspielen wurde den Zuschauern eine gigantische Unterhaltungsshow geboten. Wer waren die
Menschen, die hinter diesen Mauern um ihr Leben kämpften? Hollywood hat die Gladiatoren zu Filmhelden gemacht. Wer aber war Spartacus wirklich, der berühmteste unter ihnen, der für seinen Traum von Freiheit sterben musste? Im Jahre 73 vor Christus durchbrachen 70 Gladiatoren die Mauern, die sie gefangen hielten und plünderten die Waffenkammer. 70 Mann, die den Hunderttausenden Soldaten Roms den Krieg erklärten. Ihr Anführer hieß Spartacus. Eine Welt ohne Sklaverei ist eine Vision, die in der römischen Antike wohl sehr schwer vorstellbar war. Spartacus wollte nicht die Sklaverei abschaffen. Er war kein politischer Führer, auch kein ideologischer. Spartacus‘ Ziel war einfach die Freiheit für sich und Freiheit für die, die mit ihm gingen. Schon in wenigen Wochen waren es Zehntausende aus ganz Italien, die dieser Verheißung folgten. Von Capua aus zogen sie in die schützenden Berghänge am Vesuv. Hier fühlten sie sich sicher, denn die Masse der römischen Soldaten bewachte weit entfernt die Grenzen des Imperiums. Was die römischen Geschichtsschreiber über die Gemeinschaft der Rechtlosen berichten, beschwört das Ideal der „klassenlosen Gesellschaft“. „Alle Beute ward gleichmäßig verteilt“, schreibt der römische
Historiker Appian. „Und Spartacus verbot allen den Besitz von Gold und Silber.“ Es war eine multikulturelle Gesellschaft, zusammengehalten durch den gemeinsamen Freiheitstraum – und seinen Propheten.

#Geschichte #Spartacus #Rom #ZDF