zufällige Doku

Space Shuttle Ära 1981-2011 (HD Doku)


Das Space Shuttle (auch der Space Shuttle; englisch für Raumfähre), kurz Shuttle, war ein von der US-Raumfahrtbehörde NASA entwickelter Raumfährentyp. Die Komponenten waren neben der Raumfähre (Orbiter) ein externer Treibstofftank und zwei Feststoffraketen, dieses ganze System bezeichnete man als Space Transportation System, kurz STS. Es wurde fachlich ausschließlich der Orbiter als Space Shuttle bezeichnet. Das Shuttle ging aus dem Versuch hervor, ein wiederverwendbares Raumfahrzeug zu entwickeln. Dies sollte zu einer Kostenersparnis gegenüber den bis dahin üblichen Raketen führen, bei denen alle Raketenstufen nur einmal verwendet werden konnten. Die erwartete Ersparnis konnte allerdings nicht erreicht werden; ein Shuttlestart kostete zwischenzeitlich knapp eine halbe Milliarde Dollar, etwa fünfmal so viel wie ein Start mit einer unbemannten Einwegrakete gleicher Nutzlastkapazität und stieg auf zuletzt gut eine Milliarde Dollar. Die Raumfähre konnte gleichzeitig 24,5 Tonnen Nutzlast sowie 7 Astronauten in eine niedrige Erdumlaufbahn (zwischen ca. 200 und 650 Kilometern Bahnhöhe) bringen. Zudem war das Shuttle mithilfe von Andockadaptern fähig, an eine Raumstation (früher Mir, später ISS) anzudocken. Durch seine Fähigkeit zum gleichzeitigen Transport von Mannschaft und Fracht war das Shuttle sehr vielseitig verwendbar, beispielsweise konnten Satelliten repariert oder zur Erde zurückgebracht oder der Aufbau und die Versorgung einer Raumstation unterstützt werden. Seit dem letzten Apollo-Flug im Jahr 1975 stellte das Shuttle die einzige Möglichkeit der Vereinigten Staaten dar, mit eigenen Mitteln Menschen ins All zu bringen. Der erste Flug des Systems fand im Jahr 1981 statt, seither wurden insgesamt 135 Flüge durchgeführt, wobei es zu zwei fatalen Unfällen kam, bei denen jeweils eine Raumfähre mitsamt sieben Besatzungsmitgliedern verloren ging. Zu den wichtigsten Erfolgen gehörten die Aussetzung diverser Raumsonden sowie des Hubble-Weltraumteleskops, diverse Flüge mit eingebauten Laboratorien, Flüge zur russischen Mir-Station sowie zur Internationalen Raumstation (ISS). Insgesamt wurden fünf raumflugfähige Orbiter gebaut. Der letzte Shuttle-Flug fand Mitte 2011 statt. Mit der Landung des Shuttles Atlantis ging die Ära der US-Raumfähren am 21. Juli 2011 zu Ende. Als Nachfolger ist das MPCV-Raumschiff in Entwicklung, das jedoch frühestens 2016 einsatzbereit ist. Außerdem haben private Firmen eigene Raumschiffe angekündigt: Dragon (SpaceX) und Dream Chaser (SpaceDev). Nach dem Verlust der Columbia legte der damalige US-Präsident George W. Bush am 14. Januar 2004 mit der Vision for Space Exploration ein neues, langfristiges Weltraumprogramm auf, das die Ausmusterung des Space Shuttles zum 30. September 2010 vorsah. Zudem beinhaltete das Programm bemannte Mondflüge ab 2018 und ab Mitte des Jahrhunderts sogar bemannte Marsflüge. Daher wurde für das Constellation-Programm wieder auf herkömmliche Raketen und Raumkapseln zurückgegriffen, die jedoch bewährte Technologie des Space Shuttle weiterverwenden sollen. So wurde die Entwicklung der Ares-Raketenfamilie gestartet, die aus zwei Modellen bestand. Die Ares I sollte ab 2014 das Orion-Raumschiff in einen niedrigen Erdorbit befördern. Für Mondmissionen hätte die Ares V ab 2018 das Altair-Landemodul und die Earth Departure Stage in einen niedrigen Erdorbit gebracht, wo sie die Ankunft der Crewkapsel erwartet hätte. Die Ares I baut auf dem Feststoffbooster des Space Shuttle auf. Eine gestreckte Version des Boosters wurde dabei als erste Stufe verwendet. Beim Schwerlastträger Ares V kam ein vergrößerter Außentank mit zwei gestreckten Boostern zum Einsatz. Durch das Zurückgreifen auf Shuttle-Hardware konnte einerseits Entwicklungsarbeit gespart werden und andererseits der übermäßige Verlust von Arbeitsplätzen durch das Ende des Space-Shuttle-Programms verhindert werden. Das Constellation-Programm (Ares I, Ares V, Orion) wurde im Februar 2010 eingestellt. Das Programm sei laut US-Präsident Obama weder zeitlich noch finanziell tragbar. Im Mai 2011 wurde jedoch beschlossen, das Programm fortzuführen.

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