zufällige Doku

Schüchtern und verklemmt – Wenn die Worte fehlen (WDR Doku)


WDR-Reportage „Menschen hautnah“ – Schüchtern und verklemmt – Wenn die Worte fehlen
Der Film begleitet Michaela, Ruth und Hans-Joachim (Foto), im Alltag bei ihrem Versuch, aus ihrer Stille auszubrechen.
Für Menschen wie Hans-Joachim, Michaela und Ruth gibt es viele Bezeichnungen. Man nennt sie „schüchtern“, „verklemmt“, „gehemmt“, oder „verschlossen“. Sie nehmen sich selbst als „sprachlos“ wahr. Eigentlich können sie gut reden, doch sie wissen nicht, wie sie mit anderen in Kontakt treten sollen. So unscheinbar das Problem daherkommt, so groß ist seine Wirkung. Stille Menschen werden verkannt. Ihre Karrieren stocken, weil ihnen soziale Kompetenzen fehlen. Man hält sie für arrogant, unnahbar oder einfach nur dumm. Deshalb werden sie zusätzlich ausgegrenzt. Sie sind einsam und leiden. Meistens beginnt das Problem schon in der Kindheit. Fast alle haben ein schlecht entwickeltes Selbstwertgefühl.

Immer mehr Kommunikation verläuft heute über elektronische Medien. Sie sind für verschlossene Menschen Segen und Fluch zugleich: in der Anonymität des Netzes können sie zwar frei kommunizieren, aber mehr Gesprächskontakt zu „echten“ Menschen in ihrer Umgebung haben sie dadurch nicht. „Menschen hautnah“ begleitet Michaela, Ruth und Hans-Joachim im Alltag bei ihrem Versuch, aus ihrer Stille auszubrechen.
Redaktion: Wiel Verlinden
Autor: Daniel Targownik und Paula Zimerman-Targownik