zufällige Doku

Scheitern in Afghanistan – Ist der Krieg gegen die Taliban zu gewinnen?


Ist der Krieg um Afghanistan gegen die Taliban überhaupt noch zu gewinnen? Die dringende Forderung des amerikanischen Oberkommandierenden der westlichen Allianz am Hindukusch nach mehr Truppen deutet die Möglichkeit, wenn nicht sogar Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns an. Wie kann es sein, dass der Westen mit seiner militärischen Übermacht und seinem Versprechen nach Fortschritt und Demokratie ebenso zu scheitern scheint wie einst die Besatzungstruppen der damaligen Sowjetunion? Die Dokumentation “Losing Afghanistan” von SWPictures schildert eindrucksvoll den Alltag eines Außenpostens der amerikanischen Armee an vorderster Front im Kampf gegen die Taliban. Sie zeigt das Bemühen der Amerikaner, die Sympathien der afghanischen Bevölkerung zu gewinnen. Sie schildert aber auch, wie die hochgerüsteten und hoch motivierten amerikanischen Soldaten an der Ablehnung der Landbevölkerung verzweifeln. Man beginnt zu verstehen, weshalb aus den Reihen des amerikanischen Militärs Stimmen laut werden, die die Strategie des “Antiterrorkriegs” am Hindukusch in Zweifel ziehen, weil die Allianz sich eben auch einer weitgehend ablehnenden paschtunischen Landbevölkerung gegenüber sieht. Neben einem exzellenten Einblick in den Kampf amerikanischer Truppen in Afghanistan mit seinen “alltäglichen” Schwierigkeiten, schafft es die Dokumentation, einen zweiten, ganz wesentlichen Faktor verständlich zu machen: dass Afghanistan und Pakistan nicht getrennt gesehen werden können, eine Grenze zwischen beiden Kriegsschauplätzen nicht existiert. Starke O-Töne von Talibanführern in Pakistan und des ehemaligen Chefs des berühmt-berüchtigten militärischen Geheimdienstes Pakistans belegen das.

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