zufällige Doku

Schatzsucher – Das Geschäft mit der Vergangenheit


Im Boden Deutschlands sollen 32.000 Zentner Silber, Gold und Juwelen verborgen sein. Schatzsucher haben gute Chancen, fündig zu werden. Die Auswirkungen der Aktivitäten der Raubgräberszene sind verheerend. In den letzten zehn Jahren wurden 95 Prozent aller bedeutenden archäologischen Funde von Schatzsuchern entdeckt. Das Problem: Die Funde wurden ohne jede wissenschaftliche Untersuchung dem Boden entnommen. Ein scheinbar harmloses Hobby hat sich zum Volkssport entwickelt. Zwischen 50.000 und 80.000 Menschen, so schätzen Experten, gehen in der Bundesrepublik regelmäßig der Schatzsuche nach. Moderne Metalldetektoren, ursprünglich für das Militär zur Minensuche entwickelt, orten Gold, Silber und Bronze in bis zu zwei Metern Tiefe. Wie ernst ist die Situation? Führt die illegale Archäologie wirklich zu einem irreparablen Kulturgutverlust? Oder handelt es sich bei der Schatzsucherei um fehlgeleitetes geschichtliches Interesse, das in bestehende Strukturen wieder eingebunden werden muss? Der Film geht diesen Fragen nach, lässt die unterschiedlichen Positionen deutlich werden. Die Situation ist ernst — viel ernster als es bisher in der Öffentlichkeit dargestellt wurde.

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