zufällige Doku

Saint Tropez – Ein Mythos lebt (Phoenix Doku)


Was ist aus St. Tropez geworden? Entdeckt von den impressionistischen Malern, unvergesslich geprägt durch die junge Brigitte Bardot und die Besuche so zahlreicher illustrer Gäste.

Das ehemalige Fischerdorf feiert sich jeden Sommer von neuem und steht immer noch für ein ganz eigenes Lebensgefühl. Der echte Mythos von St. Tropez lebt jenseits aller Promibühnen. Den wunderbar leichten Esprit verkörpern vor allem die Alteingesessenen. Wie Simone Duckstein in ihrem Künstlerhotel „La Ponche“, wo auch schon Picasso, Romy Schneider oder Francoise Sagan und die junge Brigitte Bardot zu Gast waren.

Madame Duckstein ist die „heimliche Königin“ von St. Tropez und für diesen Reiseweg eine ideale Begleiterin durch ihren Heimatort. Auch der Schmetterlingsforscher Dany Lartigue zeigt Besuchern in seinem Atelier originelle und ungewohnte Perspektiven auf den berühmten Ort und seine Küstenlandschaft. Und Patrice Colmont, der Besitzer des legendären „Club 55“ am schönsten Strand der Côte d‘ Azur, geht ganz unverkrampft mit all dem Promitrubel um. Er erinnert sich gut, dass seine Mutter das ganze Filmteam um die junge Brigitte Bardot in den 50ern noch in einer kleinen Holzhütte bekochte. „Bisher wollte noch niemand die Stadt in St. Bardot umbenennen“, meint er, „der erste, der wirklich etwas nach St. Tropez brachte, das war der Heilige Tropez.“

Den Namen Tropez geben manche Mütter ihren Erstgeborenen noch heute. Eindrucksvoll präsentiert sich das St. Tropez der Einheimischen am Tag der Bravade, wenn die Tropezianer in einer lautstarken Festprozession mit ihrem Stadtheiligen Tropez durch die Gassen defilieren. Sportlicher Höhepunkt des Jahres ist die traditionsreiche Segelregatta „Giraglia“, wenn hunderte von großen Segelbooten in den alten Hafen einlaufen. Das alte St. Tropez lebt und das St. Tropez unserer Tage trägt diesen Mythos selbstbewusst und gelassen zugleich weiter.