zufällige Doku

Russland – mein Schicksal (Teil 1)


Moskau, das unbestrittene Machtzentrum Russlands, steht wie keine andere Stadt für die Größe und Wucht des Riesenreiches. Sie spielte immer eine besondere Rolle, auch zu den Zeiten, als sie nicht die offizielle Hauptstadt war.

1918 wurde Moskau wieder Hauptstadt, und 1922 in Moskau die Sowjetunion gegründet. Schon bald danach transformierten Ehrgeiz und Wahn eines Herrschers ganz neuer Prägung Moskau und das ganze Land. Stalin, „der Stählerne“, betrieb Kollektivierung und Industrialisierung und errichtete ein Terrorregime. Der Film erzählt, wie die deutsche Familie Marsmann, die in die UdSSR gekommen war, um eine bessere Welt zu bauen, wie Millionen andere seiner Herrschaft zum Opfer fiel.
In der Epoche nach Stalin milderte sich das Regime — und verfolgte doch seine Gegner mit unerbittlicher Härte. Von Moskau gingen entscheidende Schritte im Wettrüsten des Kalten Krieges aus, aber hier machten sich auch Andersdenkende bemerkbar. Das blieb den westlichen Medien, die nun auch in Moskau vertreten waren, nicht verborgen. Als der Wissenschaftler Andrej Sacharow vom Atomforscher zum Dissidenten wurde und man ihn zur Strafe verbannte, blieb sein Name in der westlichen Öffentlichkeit präsent. Und als der Reformer Gorbatschow ihn zurück nach Moskau holte, fand auch dies vor laufenden Kameras statt.

Film von Christian H. Schulz