zufällige Doku

Quarks & Co.: Was passiert während der Narkose? (WDR Doku)


Die Arbeit an einer Narkose beginnt schon am Abend vor der Operation. Kein Patient ist wie der andere, deshalb müssen die Narkoseärzte mit jedem einzeln sprechen, im Fachjargon die Prämedikationsvisite genannt. Vor dem Gespräch hat der Anästhesist die Krankenakte seines Patienten intensiv studiert. Jetzt gehen sie zusammen noch einmal alle Punkte durch, die bei der Narkose Probleme machen könnten: mögliche Herz-Kreislauf- oder Atemwegs-Probleme, Asthma oder Diabetes. Besonders wichtig sind auch alle Allergien und Medikamenten-Unverträglichkeiten. Denn eine übersehene Unverträglichkeit oder Antibiotika-Allergie zum Beispiel können zu Kreislaufkollaps oder Schock führen und schlimmstenfalls tödlichen enden. Nach einer kurzen Untersuchung entscheidet der Narkosearzt dann, ob sein Patient narkosefähig ist. Falls nötig, verordnet er ein Schlafmittel und für den Morgen vor der Operation ein Beruhigungsmittel. Außerdem erklärt er dem Patienten genau, welche Gefahren und Risiken bei der Narkose bestehen und wie sie im einzelnen ablaufen wird. Der Patient sollte in diesem Gespräch alle Fragen und Unsicherheiten ansprechen, die er zur Narkose noch hat – es ist Aufgabe des Arztes, darauf einzugehen und sie zufrieden stellend zu beantworten. Denn am Ende des Gesprächs muss der Patient eine Einwilligungserklärung für die Narkose unterschreiben und damit bestätigen, dass er umfassend aufgeklärt worden ist.