zufällige Doku

Pension schlägt Rente (Phoenix Doku)


Unsere Gesellschaft wird immer älter, unsere Rentenkassen werden absehbar immer leerer. Immer weniger Jüngere müssen die Altersversorgung von immer mehr älteren Menschen finanzieren. Die Dokumentation zeigt, dass Privilegien für Beamte und Pensionäre die Situation zusätzlich verschärfen. Autor Sebastian Bellwinkel dokumentiert darin unter anderem den Alltag einer Rentnerin und eines Pensionärs und zeigt die Unterschiede: Obwohl beide im Berufsleben gleich lang und gleich viel verdient haben, bekommt der Beamte im Ruhestand monatlich 1.100 Euro mehr als die Rentnerin. Das wirkt sich auf die Lebensqualität aus.

Der Pensionär kann problemlos in Urlaub fahren oder ein neues Auto bezahlen, die Rentnerin muss schon beim Kauf von Lebensmitteln sparen. Die Dokumentation geht der Frage nach, ob Beamtenprivilegien wie Beihilfe im Krankheitsfall und Senioritätsprinzip vor dem Hintergrund immer härterer Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt noch zeitgemäß sind. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn fordert deutliche Einschnitte bei den Ruhegeldern für Beamte im Ruhestand: „Im ersten Schritt muss erst mal das, was wir bei Rentnern beschlossen haben, etwa der Demografie-Faktor, der Schritt für Schritt zu einer niedrigeren Rente führt, auch auf Pensionäre übertragen werden. Wir haben auch beschlossen, dass Ausbildungszeiten, Studienzeiten, für die Rente nicht mehr angerechnet werden. Bei Pensionen aber schon noch. Kinderzuschläge werden für Rentner nicht gezahlt, für Pensionäre gibt`s die schon noch.“ Die Dokumentation zeigt weiter, dass Pensionäre auch für die Haushalte der Bundesländer in Deutschland zukünftig ein Riesenproblem darstellen: In den kommenden 15 Jahren werden Abertausende Beamte der höchsten Gehaltsstufen pensioniert. Allerdings sind für diese Kostenlawine kaum Rücklagen gebildet worden. So müssen die Bundesländer die Pensionsverpflichtungen aus laufenden Steuermitteln zahlen und dafür an anderer Stelle massiv sparen. Denn die Schuldenbremse zwingt sie spätestens ab 2020, keine neuen Schulden mehr aufzunehmen.

So werden in Zukunft immer mehr Menschen in Altersarmut leben und die bereits brüchige Gerechtigkeit zwischen den Generationen wird zusehends leiden.