zufällige Doku

Pakt des Schweigens – Das zweite Leben des SS-Offiziers Priebke


Schon im Herbst 1943, also lange vor Beendigung des Zweiten Weltkriegs hatten die Alliierten mit den „Moskauer Erklärungen verdeutlicht, dass nicht nur die wirklichen Befehlshaber, sondern alle nationalsozialistischen Kriegsverbrecher nach der Kapitulation Deutschlands zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Während die Spitzenleute des Nazi-Regimes nach dem Sieg über Deutschland auch schnell gefasst wurden, konnten viele Kriegsverbrecher der zweiten Reihe in den Wirren der Nachkriegszeit untertauchen. Hauptanlaufziel für braune Immigranten auf der Flucht vor der Justiz der Alliierten war das von Juan Perón regierte Argentinien. Auch SS-Offizier Erich Priebke, der 1944 an der berüchtigten Geiselerschießung in den Ardeatischen Höhlen bei Rom mitwirkte, gelang es, sich unter falschem Namen in das südamerikanische Land zu begeben. Schon bald gab er sich dort unter seinem wahren Namen zu erkennen und stieg zum angesehenen Bürger des Ferienortes San Carlo de Bariloche auf. Er wurde zum Repräsentanten der großen deutschen Gemeinde des Ortes und zugleich Vorstand der deutschen Schule Capraro, die durch Zuwendungen des deutschen Staates finanziert wurde. Regisseur Carlos Echeverria wuchs in Bariloche auf und besuchte dort auch die deutsche Schule. Ihm ist es ein Anliegen, in seiner Dokumentation „Pakt des Schweigens – Das zweite Leben des Erich Priebke aufzuzeigen, wie Erich Priebke durch den Pakt des Schweigens der Einwohner Bariloches so lange unerkannt bleiben und wieder zu gesellschaftlichen Würden kommen konnte.

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