zufällige Doku

Notlandung auf der A7: Die Flugzeugkatastrophe von Hasloh (ARD/NDR Doku)


Es ist eine fliegerische Meisterleistung und doch endet sie in einer Katastrophe: Am 6. September 1971 muss eine vollbesetzte Chartermaschine der Fluggesellschaft Paninternational mit 121 Menschen an Bord unmittelbar nach dem Start auf der Autobahn A7 notlanden. Sie erreicht gerade noch die Fahrbahn, doch wenige Meter nach dem Aufsetzen zerschellt die Maschine an einem Brückenpfeiler und zerbricht in zwei Teile. 22 Menschen sterben, doch durch die geistesgegenwärtige Reaktion der Piloten und der Helfer können sich 99 Passagiere und Besatzungsmitglieder aus der brennenden Maschine retten. Wie durch ein Wunder wird am Boden niemand verletzt.

Unmittelbar nach dem Start auf dem Flughafen Hamburg explodieren beide Triebwerke der Maschine vom Typ BAC 1-11. Durch ein Versehen waren die Kühlwassertanks für die Triebwerke teilweise mit Kerosin gefüllt worden. Die Flughöhe beträgt nur 200 Meter, der Crew bleiben nur 45 Sekunden Flugzeit bis zur Notlandung. Flugkapitän Reinhold Hüls sieht für sich und die Passagiere nur noch eine Überlebenschance – er entscheidet sich für eine Notlandung auf der gerade fertiggestellten Autobahn A7. Als er den dichten Feierabendverkehr unter sich sieht, zieht er die Maschine nach links und landet gegen die Fahrtrichtung. Der Maschinenbauingenieur Ehrhard Schott sieht das Flugzeug, das eine Rauchwolke hinter sich herzieht und fährt sofort los, um zu helfen. Mit anderen zieht er die Passagiere aus der brennenden Maschine – als ehrenamtlicher Zugführer des Technischen Hilfswerks wird er danach zum Einsatzleiter ernannt und koordiniert die Rettungsarbeiten.