zufällige Doku

Mega-Vulkane (ARD/Phoenix Doku )


Seit Urzeiten gibt die Erde feurige Lebenszeichen von sich. Wenn aus ihrem Bauch glutflüssiges Magma nach oben steigt und als heißer Brei durch die Erdkruste bricht, entsteht aus den erkalteten Gesteinsmassen ein Vulkan. Besonders an den Grenzen der großen Kontinentalplatten türmen sich die rauchenden Riesen zu beachtlicher Höhe. Ihre gewaltigen Kräfte formen nicht nur Landschaften, sie lassen auch Kulturen erblühen und vergehen. Der Vulkanausbruch, der vor etwa 3600 Jahren das alte Thera in Stücke riss, zählt zu den heftigsten Eruptionen, die im Lauf der Geschichte die Welt erschütterten. Vieles deutet darauf hin, dass der vor der heutigen Insel Santorin in der Ägäis versunkene Feuerberg um ein Vielfaches stärker wütete als zunächst angenommen. Das Ausmaß des Infernos steht nach Aussagen von Vulkanologen sogar auf einer Stufe mit dem gewaltigen Ausbruch des Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa. Seine in die obere Atmosphäre geschleuderte Asche ließ 1816 als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte eingehen. 50.000 Menschen starben. Ein globaler Klimasturz führte selbst in Europa und Amerika zu schweren Missernten und Hungersnöten. Weltweit leben etwa 500 Millionen Menschen mit der Bedrohung durch einen Vulkanausbruch.Glühende Lavamassen, die sich langsam und somit vorhersehbar den Hang hinab wälzen, stellen meist keine unmittelbare Gefahr dar. Anders die sogenannten pyroklastischen Ströme. Das rund 600 Grad Celsius heiße Gemisch aus dem Höllenschlund rast mit ungefähr 200 Stundenkilometern über das Land und hinterlässt eine Schneise der Zerstörung. Die verheerenden Glutwolken entstehen, wenn ein feuerspeiender Berg explodiert.