zufällige Doku

Mama-Shooter – Kinder gefangen in der Digitalen Welt (Phoenix Doku)


Die Eltern bekommen ihren Sohn Mika nach der Schule kaum noch zu Gesicht. Der 14-Jährige ist ständig verabredet: mit seinem Freunden aus dem Internet. Kaum ist das Mathe-Buch in die Ecke geflogen, fährt er den Computer hoch und quatscht per Skype drauflos. Die nächsten Stunden wird er mit anderen Jugendlichen aus ganz Europa, die er nur übers Internet kennt, kämpfend durch bunte Pixellandschaften ziehen, Monster und Drachen besiegen, Gold und neues Terrain erobern. Seine Eltern? Sie sind abgehängt von den Abenteuern ihres Sohnes.Auch Reporterin Gesine Enwaldt hat von den Spiele-Welten ihrer Kinder nur eine vage Vorstellung. Und sie fühlt sichseltsam inkompetent und verunsichert darin, wie sie als Erziehungsberechtigte reagieren soll. Auf geht`s zum „Mama- Shooter“: der Erfahrungsbericht einer Mutter, die selbst wissen will, wie sich Spielen anfühlt.Reporterin Enwaldt zockt auf LAN-Partys die Nacht mit 300 Jugendlichen durch, lernt gemeinsam mit anderen Eltern über die Bundeszentrale für Politische Bildung, wie man beim Egoshooter „Counter Strike“ richtig losballert und trifft dieLet’s-Player-Stars Gronkh und Sarazar: Stars unter Jugendlichen und mittlerweile reich geworden durch dieKommentierung von Computerspielen, aber völlig unbekannt in der Erwachsenenwelt.Die Erfahrungen, die die Reporterin beim Spielen und im Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen macht, werfenjede Menge Fragen auf. Im Gespräch mit den Internetexperten Tanja und Johnny Haeusler erfährt sie, was Kinder durch Computerspiele lernen und wie Eltern ihrerseits mit dem Medienkonsum ihrer Sprösslinge sinnvoll umgehen können.Auch in der Mainzer Ambulanz für Spielsucht und im Hirnforschungszentrum der Berliner Charité bekommt sie Hinweise, wie das Spielen der Kinder im Netz einzuordnen ist und wann es schadet oder nutzt.