zufällige Doku

Mahlzeit DDR: Banane, Kohl und Zitrusfrüchte (PHOENIX Doku)


(3/4) Während die Brüder und Schwestern im Westen wie im Paradies lebten, mussten die Händler, Verkäufer und Kunden im Osten oftmals durch die Hölle gehen, um an die begehrten Südfrüchte zu kommen. Der „hausgemachte“ Versorgungsmangel zog den Zorn und Spott des DDR-Volkes auf sich. Der Film berichtet vom Alltag in der DDR mit seinen Versorgungsengpässen und wie die Banane zum Symbol der Wiedervereinigung wurde.

Öffentlich predigten sie Wasser und aßen heimlich Bananen und Orangen, die Funktionäre im deutschen Arbeiter- und Bauernstaat. Das Volk sang derweil außerhalb von Wandlitz – allem Mangel zum Trotz: „Zwei Apfelsinen im Jahr und zum Parteitag Bananen“. Frei nach France Galls Schlager „Rosita“. Hausgemachtes Obst und Gemüse hingegen gab es oft sogar im Überfluss. Wuchs der weiße Kohl in Massen, hieß es „Sauerkraut ist ja soooo gesund!“ Doch solche und andere Ablenkungsmanöver konnten den chronischen Mangel an exotischen Früchten nicht verbergen. Südfrüchte tauchten in geheimen Ministerratsbeschlüssen auf, wurden Thema auf Parteitagen und zogen Zorn und Spott des DDR-Volkes auf sich.