zufällige Doku

Luftwaffe – Tornados im Tiefstflug über Goose Bay


Der militärische Tiefflug mit Kampfflugzeugen dient dem Unterfliegen des Luftraumkontrollradars und der Vermeidung gegnerischen Abwehrfeuers. Das Unterfliegen beruht darauf, dass das Kontrollradar regelmäßig den Radarkontakt zum Flugzeug durch natürliche Hindernisse verliert und es so nicht verfolgen kann. In der Bundesrepublik Deutschland wurden die natürlichen Lücken in der Radarabeckung von kleinen Radareinheiten des TMLD gedeckt. Diese hätten aber in der geringen zur Verfügung stehenden Zeit für eine Zielführung nicht schnell genug reagieren können. Somit hätte man im militärischen Tiefflug Abwehrfeuer und Abfangraketen größtenteils vermeiden können. Zur Zeit des Kalten Krieges wurden Tiefflugübungen von NATO-Luftstreitkräften auch in sogenannten sieben Tiefstflugzonen (u. a. im Raum Borken, Cloppenburg, Nördlingen, Holzminden, Schneverdingen und Itzehoe) von 75 bis 150 Metern nahe der Schallgeschwindigkeit durchgeführt. Tiefflüge im gesamten Bundesgebiet waren bis auf Gebiete in der Nähe von Militäranlagen, zivilen Flughäfen, Industrieanlagen und eines 50 km breiten Streifens entlang der Grenze zur DDR und der CSSR in Höhen von 150 bis 450 Metern erlaubt. 1986 wurden rund 87.000 Tieflüge vom Bundesverteidigungsministerium erfasst, davon rund 32.000 durch die Bundeswehr. Aufgrund der veränderten Bedrohungslage nach 1991 wurden diese zunächst reduziert. Der Übungserfolg ist dabei heute ohnehin gering, da die eingesetzten Maschinen über eine automatische Terrainverfolgung verfügen. Tiefflugübungen finden heute in der Regel in einer Höhe zwischen 300 und 450 Metern statt. Nachts gilt zusätzlich eine Beschränkung auf 780 km/h (Stand 2005).

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