zufällige Doku

Kopfüber in die siebziger Jahre – Minipli und Megafon (PHOENIX Doku)


Teil 2/2 – Im zweiten Teil ihrer Reise erfährt Cathrin Leopold von den Gegensätzen dieser Zeit. Auf der einen Seite wuchs der Wohlstand und die Lust an neuen Dingen. Auf der anderen Seite standen Menschen wie Bruno Schmitz, der in seiner Landkommune all das nicht besitzen und ganz anders leben wollte.

„Vielleicht einen Rundschnitt? Oder eine kurze Dauerwelle? Am schönsten fände ich für Sie aber eine Außenrolle!“ Friseurin Christine Zauner greift fachmännisch in das Haar von Cathrin Leopold. Die wünscht sich einen Haarschnitt aus den 70ern – und das war die Zeit der Friseurmeisterin. „Wir haben uns damals viel getraut“, erzählt sie, während die ersten Haare fallen „und das galt nicht nur für die Frisur“. Als junge Frau hatte sich Christine Zauner aus ihrem Dorf nach Düsseldorf aufgemacht. Tagsüber hat sie die Damen auf der Kö frisiert, abends tauchte sie ein in das Nachtleben der unbekannten Großstadt.

Cathrin Leopold, geboren in den späten 70ern, steckt wieder einmal kopfüber in Vergangenheit – und rückt mit ihren neugierigen Fragen kreuz und quer durch Nordrhein-Westfalen den Menschen zu Leibe, die damals schon erwachsen waren, und lässt sich von ihrem Alltag, von Träumen, Plänen und Sehnsüchten erzählen.