zufällige Doku

Kokain im Kofferraum (ZDF Doku)


Sie sind nicht für die großen Deals zuständig, sie kämpfen an der täglichen Front gegen die wachsende Rauschgiftkriminalität – die Fahnder vom K 64, dem Rauschgiftdezernat des Frankfurter Polizeipräsidiums. Reporterin Tonja Pölitz begleitet die Frankfurter Drogenfahnder bei ihrer alltäglichen und dennoch spektakulären Arbeit.

Im Morgengrauen beginnt der Zugriff: Um 6.30 Uhr stürmen die Männer von der Frankfurter Drogenfahndung eine Wohnung. Nachdem auf das Klingeln der Polizisten niemand öffnet, kommt der Rammbock zum Einsatz. Es muss schnell gehen, bevor Beweise einfach durch die Toilette gespült werden.

Alles kommt auf den richtigen Zeitpunkt an: Der Stoff muss noch in der Wohnung sein, um als Beweis zu dienen. Ansonsten kämen die mutmaßlichen Dealer straflos davon und könnten sogar Schadensersatz für den überfallartigen Polizeibesuch fordern.

Haschisch im Bettkasten

Ein Informant hat den Tipp gegeben. Diesmal haben die Beamten Glück, bei der nächsten Durchsuchung kann ein Dealer festgenommen werden, und in seinem Bettkasten finden die Polizisten eine größere Menge Haschisch. Die Kamera ist nah dran bei den Einsätzen.

Der Einsatzleiter, im Film wird er Kommissar Müller heißen, steht für Hintergrundgespräche zur Verfügung. Für die tägliche Jagd nach den Dealern braucht man spezielle Beamte: „Wer hier keinen Spaß an der Arbeit hat, fährt nicht raus. Wir kriegen weniger Geld als ein Beamter im Innendienst“, sagt Kommissar Müller. Die meisten im Team sind jung und hoch motiviert. „Das Jagdfieber steckt in uns allen“, sagt Kommissar Müller, „man muss nur aufpassen, dass man es kontrolliert.“

Wilde Verfolgungsjagd

Jagdfieber kommt auf, als die Beamten zwei Crack-Dealer verfolgen, auf die die Polizisten einen Lockvogel angesetzt haben. Direkt nach der Übergabe des Stoffs greifen die Beamten zu. Einen der Männer stellen sie sofort, den zweiten nach einer wilden Verfolgungsjagd über Hinterhöfe. „Der Job im Rauschgiftdezernat ist immer für Überraschungen gut“, erzählt Müller. Und richtig: Alltag gibt es so gut wie nicht bei der Drogenfahndung. Als es um die Einfuhr von 100 Kilogramm Haschisch geht, wissen die Fahnder: In diesem Fall haben sie es mit einem gewaltbereiten Mann zu tun. Wieder kommen sie um 6 Uhr, um Dealer und Stoff in der Wohnung zu finden. Doch als die Fahnder mitsamt der Wohnungstür in das Haus des mutmaßlichen Dealers einfallen, erleben die Polizeibeamten eine böse Überraschung.