zufällige Doku

König Bhumibol und Königin Sirikit von Thailand (PHOENIX Doku)


„Bhumibol der Göttliche“. Seit über 60 Jahren steht er an der Spitze Thailands. Er ist das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt. 26 Regierungen und mehr als ein Dutzend Staatsstreiche hat König Bhumibol Adulyadej, dem die Thailänder den Titel „Der Große“ verliehen, überlebt.
Mit seiner Frau Sirikit, die das vormalige Siam einst als schönste Königin der Welt über alle Grenzen hinaus bekannt machte, setzt er sich unermüdlich zum Wohle seiner Untertanen ein. Wie in keinem anderen Land wird der Monarch dafür von seinem Volk verehrt. Kritik am König ist tabu, wird als Majestätsbeleidigung sogar strafrechtlich verfolgt. Der Verfassung nach ist Thailand seit den dreißiger Jahren eine konstitutionelle Monarchie. Der König hat zwar nur wenige Exekutivrechte, doch niemand würde einem seiner Wünsche widersprechen. Bhumibol Adulyadej hatte bei seinem Amtsantritt 1946 nicht viel mit Thailand und dem Königshaus gemein: Geboren als Sohn eines Arztes adeliger Herkunft und einer Krankenschwester bürgerlicher Herkunft, wuchs er in Boston und Lausanne auf. In der Thronfolge war er weit abgeschlagen, doch eine Reihe erbkrankheitsbedingter Todesfälle führte dazu, dass die Krone 1935 plötzlich auf Bhumibols neunjährigen Bruder Ananda überging. Während die Amtsgeschäfte in Bangkok kommissarisch für den Kindkönig geleitet wurden, genossen die beiden Brüder eine unbeschwerte Jugend am Genfer See – fernab des fremdländischen Protokolls. Als Ananda bei einem Aufenthalt in Thailand unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, folgte ihm sein inzwischen 18-jähriger Bruder Bhumibol auf den Thron. Die Amtsgeschäfte übergab er als Rama IX. vorübergehend an seinen Onkel, um in Lausanne Rechts- und Politikwissenschaften zu studieren. Dort lernte er auch die blutjunge Diplomatentochter Sirikit kennen und lieben. 1950 heirateten sie. Ein Jahr später trat das junge Paar die Reise nach Bangkok an. Noch während sie sich auf hoher See befanden, putschte das Militär, um die Machtverhältnisse erneut zu verschieben. Doch trotz instabiler politischer Verhältnisse trat Bhumibol sein Amt an und stellte seine Herrschaft unter die Devise, das Land einzig zum Vorteil seiner Menschen zu regieren.
In den sechziger Jahren reiste das Königspaar durch die westliche Welt, um Thailand als zuverlässigen Partner im krisengeschüttelten Südostasien zu repräsentieren. Das exotische Glamourpaar glänzte auf sämtlichen Titelseiten und eroberte die Herzen der Menschen. Seither hat Bhumibol sein Land nie wieder verlassen. Seine ganze Aufmerksamkeit widmet er als einer der reichsten Monarchen der Welt fortan den Ärmsten seines Landes.
Ein besonderes Faible entwickelte er für Landwirtschaft und ließ sich sogar eine Chemikalie patentieren, die künstlichen Regen erzeugt. Noch immer reist er rastlos durchs Land, setzt unzählige Entwicklungsprojekte in Gang und spendet Trost. So auch nach dem Tsunami im Dezember 2004, bei dem auch einer seiner Enkel ums Leben kam. Mit Sorge blicken die Thailänder heute in die Zukunft. „Was, wenn Bhumibol eines Tages nicht mehr ist?“

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