zufällige Doku

König Albert und Königin Paola von Belgien (PHOENIX Doku)


ls Prinz Albert seine Paola 1959 vor den Traualtar führte, war noch nicht abzusehen, dass beide einmal König und Königin von Belgien werden würden. Damals war noch Alberts älterer Bruder Baudouin in Amt und Würden. Die Ehe von König Baudouin mit der Spanierin Fabiola war zwar glücklich, blieb aber kinderlos. So kam es, dass nach Baudouins plötzlichem Tod im Jahre 1993 sein Bruder auf den Thron folgte. Seitdem hat Belgien nicht nur einen König, sondern auch zwei Königinnen: Paola und Fabiola. Dass der erste belgische König aus dem deutschen Haus Sachsen-Coburg und Gotha stammt, ist eigentlich ein Zufall der Geschichte: Der belgische Nationalkongress einigte sich auf den deutschen Adligen, nachdem Belgien am 4. Oktober 1830 die Unabhängigkeit von den Niederlanden verkündet hatte. Mit dem Segen der europäischen Nachbarn wurde aus Leopold Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha 1831 der erste König aller Belgier. „Ich bin sehr stolz auf meine deutschen Vorfahren“, sagt Kronprinz Philippe, der eines Tages seinen Vater beerben wird, „ich liebe die deutsche Sprache und die deutsche Kultur“. Wie in konstitutionellen Monarchien üblich, hat der belgische König vor allem die Pflicht, das Land zu repräsentieren. Im mehrsprachigen Belgien muss der Monarch als Symbol der Einheit aber auch die schwere Aufgabe meistern, Flamen, Wallonen und die kleine deutsche Minderheit zusammenzuhalten. Der amtierende König Albert II. hatte es in der Vergangenheit mit seinen Untertanen nicht immer leicht: Regierungskrisen, Umweltskandale, der grausige Fall des Kindermörders Dutroux und der ewig schwelende Sprachenstreit verlangten von ihm reichlich Fingerspitzengefühl.

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