zufällige Doku

Klaus Barbie – Der Feind meines Feindes


Der Dokumentarfilm zeichnet das Leben des deutschen Kriegsverbrechers Klaus Barbie nach, der durch seine grausamen Verhörmethoden während des Zweiten Weltkriegs traurige Berühmtheit als „Schlächter von Lyon“ erlangte. Nach dem Krieg setzte sich der ehemalige SS-Mann nach Südamerika ab, wo er dank guter Kontakte zu westlichen Geheimdiensten und rechtsradikalen Diktaturen nahezu unbehelligt leben konnte. Erst 1983 wurde er nach Frankreich ausgeliefert, wo ihm der Prozess gemacht wurde. Der schottische Regisseur Kevin Macdonald („Ein Tag im September“) verdichtet in seinem Dokumentarfilm Archivmaterial und neue Interviews mit Zeitzeugen zu einem engagierten und erschütternden Blick auf eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts. Der Film greift zurück auf eindrucksvolles Archivmaterial und neue Interviews mit Zeitzeugen wie Beate und Serge Klarsfeld und zeigt schockierende Kontinuitäten zwischen Barbies Rolle im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit auf. Macdonald arbeitet die Skrupellosigkeit heraus, mit der westliche Geheimdienste sich während des Kalten Kriegs selbst Altnazis wie Barbie bedienten. Denn als glühende Antikommunisten galten ehemalige Kriegsgegner wie Barbie der CIA nun als „Feind ihres Feindes“ und als idealer Helfer im Kampf gegen die Sowjetunion.