zufällige Doku

Kinder des Ostens – Meine Eltern (Phoenix Doku)


Was heißt es, ein „Kind des Ostens“ zu sein? Die Dokumentationsreihe erzählt 15 Kindheitsgeschichten aus dem Osten, die sich zwischen 1945 und dem Jahrtausendwechsel zugetragen haben. Als Erwachsene berichten sie von Erlebnissen in Familie, Schule oder Freizeit, die sie bis heute geprägt haben. Der erste Teil blickt auf die Beziehung von Kindern zu ihren Eltern. Parallel dazu kommen Zeitzeugen zu Wort, die die pädagogischen Absichten der DDR-Erziehung skizzieren und einordnen in den gesellschaftlichen Alltag vor und nach 1989.

Katharina: Sie hat schon als Kind ihren Vater gegen Anfeindungen verteidigt. Dietrich: Er sehnt sich im Kinderheim nach seiner Mutter – eine Sehnsucht, die nicht erfüllt wird. Martina: Sie vergöttert ihren Vater – das ändert sich aber, als sie nach der Trennung der Eltern zu ihm zieht und ihn ganz anders kennenlernt. Rollenmuster im Verhältnis von Kindern zu ihren Eltern, die wir alle so oder ähnlich kennen. Von uns selbst, von anderen. Diese und ähnliche Geschichten sollen erzählt werden, jeweils im Spiegel der Zeit, jeweils aus der rückblickenden Perspektive von heute Erwachsenen auf ihre Kindheit. Das ganz private Beziehungsgeflecht zwischen Kindern, Vätern und Müttern ist jedoch nie unabhängig von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. 40 Jahre lang bildete diesen Rahmen das sozialistische Menschenbild, das in der DDR propagiert wurde, die ständigen Reibungen zwischen Privatem und Politischem, aber auch gesellschaftliche und ökonomische Zwänge.