zufällige Doku

Kailash – Zum heiligsten Berg Tibets (arte Doku)


Abseits im westlichen Tibet, in einer der höchst gelegenen und einsamsten Regionen der Erde, erhebt sich eine Pyramide aus Felsen und Eis: Kailash — der Heilige Berg. Seit mehr als tausend Jahren machen sich Pilger auf die lange und mühevolle Reise zu diesem Heiligtum. Sie umrunden in einem uralten Ritual die geheiligte Bergspitze, um von den wundersamen Kräften des Kailash zu zehren. Viele glauben, dass der Berg Kailash im Mittelpunkt der Erdachse steht. Auch Europäer wie Sven Hedin, Heinrich Harrer und Herbert Tichy ließen sich vom Kailash und seinen heiligen Kräften verzaubern. Im Juni 2000 begleitete ein Filmteam eine vom österreichischen Abenteurer Sepp Eder angeführte Expedition in eine der höchst gelegenen Regionen der Welt. Ziel war der heilige Kailash im Westen Tibets. Der Berg in Pyramidengestalt, 6.714 Meter hoch, ist seit mehr als tausend Jahren das Ziel zahlreicher Pilger. Früher machten sie sich zu Fuß auf den Weg, der Monate dauern konnte. Heute kommen sie per Lastwagen aus allen Teilen des Landes, nicht um den Berg zu ersteigen, sondern um ihn zu verehren. Wie die Sonne und die Erde umkreisen die Pilger den Kailash, ohne den Gipfel zu erklimmen, aus Achtung vor den Göttern. Die gläubigsten unter ihnen bewältigen den Weg, indem sie sich Körperlänge für Körperlänge auf den Boden werfen — 54 Kilometer lang auf einer Höhe von 4.700 bis 5.600 Metern, um ihre Sünden zu bekennen. Der Kailash gilt als Heiligtum mit geheimnisvollen Kräften. Auch Europäer wie Sven Hedin, Heinrich Harrer und Herbert Tichy standen im Banne dieses einzigartigen Berges. Der Vergleich mit historischem Filmmaterial zeigt, dass sich das Leben in Tibet kaum verändert hat und dass sich das tiefe Vertrauen der Menschen damals wie heute in einer einfachen, aber starken Spiritualität zeigt.