zufällige Doku

In Haiti: A road trip documentary (deutsch)


Nach dem verheerenden Erdbeben 2010 waren die Augen der Welt auf den Inselstaat Haiti gerichtet, der zu den ärmsten Ländern der Erde gehört. Die Katastrophe ist schon fast vergessen – doch die tiefen Probleme des Landes bleiben. Der Film zeigt das Land hinter den spektakulären Fernsehbildern, in dem sich karibische Lebensfreunde und bitterste Armut mischen.

Als der Physikstudent Fabian Bohnet-Waldraff und der Biologiestudent Florian Wiesner – selbst Halbhaitianer – 2008 in ihren Abenteuerurlaub mit Kamera aufbrachen, rechneten sie nicht mit dem, was dann folgte. Sie bereisten das Land von Norden nach Süden nicht nur zu Land und zu Wasser, sondern auch auf dem Rücken eines Pickup-Trucks und in einem Panzer mit chilenischen UN-Soldaten. Das Kamera-Equipment verschaffte den beiden Zugang zu allen Kreisen in dem touristisch nicht erschlossenem Land – sie sprachen mit Voodoopriestern, Botschaftern und Männern eines haitianischen Sondereinsatzkommandos.

Der Film zeigt Vielfalt, Armut, Hoffnung und Spannungen in Haiti – von nächtliche Voodoo-Ritualen bis hin zu Frauen, die betteln, um ihre Kinder zur Schule schicken zu können. Dabei wird die Armut aber nicht nur gezeigt, sondern auch ihre Ursachen beleuchtet.

Die Dokumentation thematisiert aber nicht nur Gewalt und Armut in dem Land. Die Studenten gehen auch der faszinierende Geschichte Haitis, dem massiven Abholzungproblem, dem Schulsystem und der Voodoo-Religion auf den Grund.