zufällige Doku

Höllenfahrten – Verschollen im Grand Canyon (Phoenix Doku)


Wie so oft in der Geschichte der Entdecker, ist auch dies zugleich eine Geschichte heroischer Leistungen und menschlichen Versagens. „Als erster seinen Fuß auf einen Flecken setzen, den noch nie jemand vorher betreten hat und neue Erkenntnisse sammeln, das lässt den Forscher unkalkulierbare Risiken auf sich nehmen“, schreibt der Forscher John Wesley Powell. Am Ende der Höllenfahrt landeten die Boote der halb verhungerten Flussfahrer in der Unterwelt eines gigantischen Felsenlochs, aus dem es kein Entrinnen zu geben schien.

Heute bestaunen jährlich fast fünf Millionen Besucher das Weltwunder der Natur Grand Canyon, das Powell „Schlund der Hölle“ schimpfte. Die Ute-Indianer nennen ihn „Ka-qu-rats, „Alter Mann ohne Arm“, weil der Major im Bürgerkrieg einen Arm verloren hatte. Das Handicap hinderte den ehrgeizigen Geologen nicht, den letzten weißen Flecken auf der Karte des Wilden Westens zu tilgen. 1869 machte sich der Forscher mit neun Pfadfindern auf, das Geheimnis um den Lauf des schluchtenreichen Colorado zu lüften, der für einige Abenteurer zum Fluss ohne Wiederkehr wird.

Ein Filmteam hat nach Powells alten Plänen robuste Boote mit wasserdichten Schotts bauen lassen, fand erfahrene Flussveteranen und einen einarmigen Geologieprofessor, die in die Rolle der wagemutigen Pioniere schlüpften und drehte einen spannenden Film über das letzte große Abenteuer der amerikanischen Entdecker-Geschichte.