zufällige Doku

Hitlers Manager: Wernher von Braun – Der Raketenmann (Phoenix Doku)


Wernher von Braun gilt als einer der „Väter des Mondflugs“. Er hatte eine der ganz großen Karrieren im vergangenen Jahrhundert gemacht, deren dunkle Schatten erst allmählich sichtbar wurden.

In Hitlers Vernichtungskrieg baute der begnadete Techniker „Vergeltungswaffen“. Dennoch stritt er eine Mittäterschaft an den Verbrechen des Nazi-Regimes beharrlich ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Amerikaner von Braun in ihre Dienste genommen. Wernher von Braun war federführend bei der Entstehung der so genannten V2-Rakete in Peenemünde auf Usedom gewesen.

Himmlers Angebot, in die SS einzutreten, schlug er nicht aus. Dem Raketenmann war bewusst, dass das Regime allein an der militärischen Nutzung seiner Flugkörper interessiert war. Später sollte von Braun immer wieder behaupten, er habe nie an deren Einsatz geglaubt. Beim Bau der „Wunderwaffe“ im unterirdischen Werk „Dora-Mittelbau“ in Thüringen starben mehr als 10.000 KZ-Insassen.

Nach dem Krieg sollte sich von Braun daran kaum erinnern. Er bedauerte stets die unmenschliche Behandlung der Arbeitssklaven, wies aber jede persönliche Mitverantwortung zurück. Bei Kriegsende stellte sich Wernher von Braun mit seinen engsten Mitarbeitern den Amerikanern, die an dem Wissen der Raketenbauer sehr interessiert waren und keine allzu unbequemen Fragen stellten. Braun wurde in den USA zu einem entscheidenden Protagonisten des US-Raumfahrt- und Mondlandeprogramms.

Sein früher Tod im Jahr 1977 ersparte ihm die Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit. Der Film zeigt Dokumente, die belegen, was der Raketenmann veranlasste, wusste oder stillschweigend akzeptierte – ob es um den Einsatz seiner Rakete als „Terrorwaffe“ ging oder um das Schicksal der Zwangsarbeiter im KZ „Dora-Mittelbau“ oder in Peenemünde.