zufällige Doku

Hitlers Manager: Ferdinand Porsche – der Techniker (Phoenix Doku)


Als er in Hitlers Dienste trat, war Ferdinand Porsche ein Auto-Konstrukteur von Rang und Namen. Doch viele seiner Ideen galten als zu kostspielig und undurchführbar – deshalb wandte sich Porsche an den mächtigsten Mann im Staat: Adolf Hitler. Der „Volkswagen“ wurde ihr gemeinsames Projekt – und später zur Legende – als Krieg und Diktatur längst vorüber waren.

Am 11. Februar 1933 eröffnete der neue Reichskanzler Adolf Hitler in Berlin die Automobilausstellung mit einer programmatischen Rede. Die Deutschen sollten ein Volk von Autofahrern werden. Das Fahrzeug sollte für jeden „Volksgenossen“ erschwinglich sein. Porsche war begeistert, denn auch sein Traum war die Massenmotorisierung – er unterbreitete Hitler seine Konzepte. Der NS-Führer beauftragte Porsche mit der Konstruktion des „Volkswagens“.

Jeder Preis unter 1000 Mark sei ihm recht, der Staat würde jedes Defizit decken. Wenn die Industrie nicht wolle, so werde man ein eigenes Werk bauen. Das war der Triumph der Idee – genau das, was Porsche wollte. Hitlers Kriegspläne allerdings legten den „Volkswagen“ auf Eis. Denn Porsches neu errichtetes KdF-Werk im heutigen Wolfsburg hatte bald schon für die Motorisierung der Wehrmacht zu sorgen. Porsche nahm alle Mittel in Anspruch, die das NS-Regime ihm bot: 15.000 Menschen, zwei Drittel der Gesamtbelegschaft, schufteten auf dem Höhepunkt der Kriegsproduktion als Zwangsarbeiter im Volkswagenwerk. Ein strammer Nazi aber ist der Tüftler aus dem Sudetenland nie gewesen. Doch er hat mit den Wölfen geheult, solange sie ihm nützlich waren. Nach Kriegsende befand sich der 70Jährige ein Jahr lang in französischer Haft – er empfand dies als persönliche Kränkung. Hat sich für ihn nie die Frage nach Recht oder Unrecht gestellt?

Der Film ist die erste umfassende filmische Dokumentation über das Leben Ferdinand Porsches. Er zeichnet die wechselhafte Karriere des österreichischen Konstrukteurs nach, von den Anfängen im Wien der Jahrhundertwende bis hin zur Vorstellung des Porsche 356 zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre.