zufällige Doku

hitec: Schwimmende Städte – Neue Heimat auf dem Wasser? (3sat Doku)


Steigende Meeresspiegel bedrohen die Küstengebiete weltweit. Die Niederlande sind eine Region, die der Klimawandel am härtesten treffen wird. Das Land muss sich vor den Wassermassen schützen, denn mehr als ein Viertel des Landes liegt unter dem Meeresspiegel, ein Großteil wurde dem Wasser künstlich abgerungen. Angesichts der Szenarien der Klimaexperten setzen die Niederländer auf ein neues Konzept: Sie bauen auf dem Wasser. Ganze Siedlungen sollen in Zukunft schwimmen.

Es kostet die Niederlande heute jährlich 500 Millionen Euro, um das eigene Land vor dem Wasser zu schützen. Tausende Kilometer Deiche säumen Flussufer und die Nordseeküste. Gigantische Sperrwerke riegeln flutgefährdete Gebiete vom Meer ab. Mehrere Millionen Kubikmeter Sand werden regelmäßig vom Meeresboden herauf gepumpt und an der Küste aufgeschüttet, um die Erosion auszugleichen. Maßnahmen, die jedoch angesichts der neuesten Klimaszenarien nicht ausreichen.

Neue Klimaszenarien
Der Meeresspiegel werde schneller ansteigen, als bisher angenommen, hat eine holländische Expertengruppe errechnet. „Im schlimmsten Fall müssen wir bis zum Ende dieses Jahrhunderts mit einem Anstieg der Nordsee von bis zu 1,4 Metern rechnen“, fasst der Wasserstratege Pavel Kabat die Ergebnisse zusammen. „Wenn wir das in den Griff kriegen wollen, müssen wir ab sofort nach Lösungen suchen.“