zufällige Doku

Heimliche Helden des Mauerfalls (Phoenix Doku)


Der Fall der Mauer war kein welthistorischer Zufall. Viele wirkten daran mit: Gorbatschow und Genscher, Bürgerrechtler, Montagsdemonstranten und beherzte Grenzschützer. Doch die friedliche Revolution im Herbst 1989 hat auch unbekannte, heimliche Helden hervorgebracht: Ohne die Besonnenheit von Arpad Bella in Ungarn, die Entschlossenheit von Ginta Petra in Riga und den Mut von Siegbert Schefke in Leipzig wäre vieles nicht so glatt gegangen. Menschen, die kaum einer kennt.
NDR-Reporter Tilmann Bünz macht sich auf die Suche nach den heimlichen Helden, die bewusst oder unbewusst für das Ende der Teilung Europas gesorgt haben, etwa der ungarische Grenzkommandanten Arpad Bella, der im August 1989 das erste Loch in den Zaun schnitt . Oder Ginta Petra aus Riga, die ihre Angst überwand und sich in die größte Menschenkette der damaligen Sowjetunion stellte. Herrmann Huber, der als Botschafter in Prag mit seiner Frau fünftausend Gäste aufnahm und sich standhaft weigerte, die Türen zu schließen. Siegbert Schefke, der auf den Dächern Leipzigs der Stasi entkam und die ersten Bilder der Montagsdemonstrationen in den Westen schmuggelte.
Der Film folgt den vier großen Ereignissen, die die Wende in Europa ankündigten: Der Massenflucht durch den eisernen Vorhang im ungarischen Sopron, der Menschenkette quer durch die baltischen Sowjetrepubliken, dem Tauziehen um die Prager Botschaft und dem Wunder von Leipzig.