zufällige Doku

Goldgrube Müll (Phoenix Doku)


Dinge, die in der Mülltonne oder im Container landen, sind kaum noch etwas wert, das glauben viele Menschen. Weit gefehlt: in unserem Müll liegen echte Schätze. Wertvolle Rohstoffe wie Kupfer und Nickel etwa, die von der Abfallindustrie aus alten Elektrogeräten gefiltert und dann verkauft werden.

Und auch der Restmüll hat es in sich: Er beschert den Entsorgern enorme Gewinne. Denn in den zahlreichen Müllverbrennungsanlagen im Norden wird immer mehr Restmüll verbrannt, und die Industrie verdient gut an dem Brennmaterial. Etwa 40 Milliarden Euro setzt die deutsche Entsorgungsbranche mittlerweile jährlich um, und die Tendenz ist wohl noch steigend.

Denn: Der Abfallberg wächst weiter, und das, obwohl in Deutschland seit 20 Jahren akribisch der Müll getrennt wird. Deutschland nennt sich „Recycling-Weltmeister“. Doch es werden mehr und mehr Einmalverpackungen aus Plastik produziert, davon lässt sich immer weniger recyclen. Neben der Sortierarbeit zahlt der Verbraucher auch noch Abfall- und Lizenzgebühren und hofft, dass das alles schon irgendwie sinnvoll ist. Doch ist es das wirklich?

Der Film schaut hinter die Kulissen des Recycling- und Müllverwertungsmarktes, wo private und kommunale Entsorger um den Rohstoff in der Tonne ringen. Autor Kersten Schüßler ist dem Abfall auf der Spur, begleitet Verbraucher beim Sortieren, Wegwerfen und Einkaufen. Er fragt, ob unsere Mülltrennung überhaupt sinnvoll ist und wer das große Geschäft mit dem Abfall macht.