zufällige Doku

Glanz der Erde – Kupfer aus Chile (phoenix Doku)


Die Atacama-Wüste: Kilometerweit erstreckt sich eine ebene Fläche aus Gestein und Sand, schnurgerade führt eine Straße hindurch, gesäumt von geplatzten Autoreifen. Die Menschen, die in dieser unwirtlichen Gegend leben, haben nur ein Ziel: der Erde möglichst viel Kupfer abzutrotzen, um so viel Geld wie möglich zu verdienen. Chuquicamata, das ist ein faszinierender Kosmos aus High Tech und archaischer Gewalt, mit der das Erz abgebaut wird. Die Dokumentation begleitet die Minenarbeiter durch ihre raue Alltagswelt und beleuchtet den Abbau sowie die Aufbereitung der Erze.

Kupfer hat die Menschheit fast seit ihrem Bestehen begleitet. Erst in reiner Form, dann als Legierung, von der Kupfer- bis zur Bronzezeit war es der wichtigste Werkstoff der Menschen. Werkzeuge, Geschirr, Kultgegenstände und Schmuck wurden aus Kupfer gemacht. Auch heute wird mehr Kupfer denn je gebraucht. Hausinstallateure schätzen es aufgrund der besonders hygienischen Eigenschaften; die Elektroindustrie macht sich seine hohe elektrische Leitfähigkeit zunutze und seit einigen Jahren besteht das Herz schneller und leistungsstarker Rechner – den CPUs – aus Kupfer.

Die wachsende Nachfrage nach frischem Kupfer wird heute vor allem in Chile gestillt. Mitten in einem der trockensten Gebiete der Erde, der heißen Atacama-Wüste im chilenischen Norden, liegt die größte Mine der Welt. Die Dokumentation zeigt wie hier trotz modernster Technik immer noch unter sehr harten Bedingungen das Kupfererz abgebaut wird. Schauplatz sind vor allem die chilenischen Kupferminen Chuquicamata und El Salvador. Kristian Kähler begleitet den Weg, den das Kupfer von den Erzadern über die Hochöfen bis hin zur Verschiffung an der Pazifikküste nimmt und dokumentiert die Prozesse der Verarbeitung und Veredlung.