zufällige Doku

Expeditionen ins Tierreich – Wilde Pyrenäen (NDR HD Doku)


Gut 400 Kilometer erstrecken sich steile Bergmassive, üppige Wälder, Wasserfälle und türkisfarbene Bergseen in der bis heute noch ursprünglichen Pyrenäen-Landschaft zwischen Mittelmeer und Atlantik. Sie ist ein Eldorado für unzählige Tiere und Pflanzen. In den Pyrenäen spielen Sonne und Wolken mit dem Licht der Berge, so entstehen täglich neue, atemberaubende Bilder der Landschaft. Der mediterrane Klimaeinfluss verwandelt die Almen in ein Blütenmeer und sorgt für eine extrem artenreiche Tierwelt. In der französischen Cirque de Gavarnie ziehen Murmeltiere ihre Jungen auf, Bären wandern durch die Schlucht im Arántal.

Die Bartgeier patrouillieren durch die riesigen Reviere in der Bergwildnis und suchen im Segelflug nach Beute. Wenn sie einen Knochen finden, sammeln sie ihn auf, nehmen in mit in große Höhen und lassen ihn dann fallen. Erst wenn er durch die Wucht des Aufpralls zertrümmert ist, gelangen die Bartgeier an ihren „Leckerbissen“. In Europa sind die Bartgeier fast überall verschwunden. Auf Kreta brüten die letzen vier Paare Griechenlands, auf Korsika sind es noch zehn. Nur durch ein aufwendiges Wiederansiedlungsprojekt begeisterter Naturschützer ist der Bestand im Alpenraum wieder auf zehn Brutpaare angestiegen.

In den Pyrenäen scheint der Lebensraum für die seltenen Bartgeier noch intakt zu sein. Abgelegene Gebirgsschluchten bieten ihnen Rückzugsräume für die Jungenaufzucht. Und Knochen finden sie hier reichlich von Gämsen oder Schafen, die abgestürzt sind. Engagierte Vogelschützer sichern die Zukunft der seltenen Greifvögel. Mitte Juli verlässt der Bartgeiernachwuchs sein Nest, in eine Welt voller Abenteuer und von atemberaubender Schönheit.