zufällige Doku

Everglades – Floridas Wasserwildnis (3sat Doku)


Die Everglades im Süden Floridas gehören zu den imposantesten Landschaften der USA: Ein 6000 Quadratkilometer großes Labyrinth aus Wasser und Vegetationsinseln mit einer außerordentlichen Artenvielfalt. Die Dokumentation zeigt in atemberaubenden Flugaufnahmen, wie dieses riesige Feuchtbiotop funktioniert. Und welche Schönheiten sich zwischen dem Okeechobee-See und den Mangrovenküsten am Südzipfel Floridas verbergen.
Die Everglades sind eigentlich ein bis zu 60 Kilometer breiter Fluss, der vom Okeechobee-See südwärts zum Meer strömt. Durch das geringe Gefälle fließt es allerdings sehr langsam, an manchen Stellen weniger als einen Meter pro Stunde. Die flache Geländeform sorgt außerdem dafür, dass der breite Strom oft nur wenige Zentimeter tief ist. Dadurch erhalten viele wasserliebende Pflanzen Gelegenheit, sich auf dem „Grasfluss“ anzusiedeln und Lebensräume für Fische und eine unglaubliche Vielfalt von Wasservögeln zu bilden. Ganz zu schweigen von den Krokodilen und Seekühen, die sich in den küstennahen Regionen tummeln.
Zwar zählen die Everglades seit mehr als 30 Jahren zum UNESCO-Weltnaturerbe. Aber da sich der Nationalpark nur auf 20 Prozent der Fläche der ursprünglichen Feuchtgebiete erstreckt, ist der menschliche Einfluss überall merkbar. Drainagesysteme und Landwirtschaft graben dem einmaligen Feuchtbiotop langsam das Wasser ab: Ursprünglich flossen täglich 6,5 Milliarden Liter Wasser aus dem Okeechobee-See in Richtung Meer, heute werden 70 Prozent davon unterwegs abgezweigt.