zufällige Doku

Elisabeth I. – Mörderin auf dem Thron? (arte/Phoenix Doku)


Zahlreiche Geschichten ranken sich um die berühmte englische Monarchin Elizabeth I. Doch ein Ereignis wird besonders kontrovers diskutiert, und zwar die Affäre der Königin mit Robert Dudley und der mysteriöse Tod seiner Frau Amy Robsart im September 1560. Bis heute ist nicht zweifelsfrei bewiesen, ob Amy Robsart bei einem Unfall starb, wie es damals gerichtliche Untersuchungen nahelegten, oder Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Die Dokumentation taucht in das Hofleben des elisabethanischen Zeitalters ein, in dem Verschwörungen und Mord an der Tagesordnung waren.
Amy Robsarts plötzlicher Tod versetzte im Jahr 1560 ganz England in Aufruhr. Nicht einmal einen Monat zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass Queen Elizabeth I. Amy Robsart vergiften wolle, weil die Königin eine Affäre mit Amy Robsarts Ehemann Robert Dudley habe. Kaum jemand glaubte also an einen Zufall, als Amy Robsart eine Treppe herabstürzte und sich dabei tödliche Verletzungen zuzog. Die gerichtliche Untersuchung kam damals zu dem Schluss, es sei ein Unfall gewesen. Dudley und Elizabeth I. wurden von jedem Verdacht freigesprochen. Doch die Gerüchte über einen Selbstmord aus Verzweiflung oder einen Mord im Auftrag von Königin Elizabeth wollten nicht verstummen.
Die Unterlagen, die damals dem Gericht vorlagen, sind widersprüchlich. Sie lassen neben der Unfallvermutung auch die Mordtheorie zu. Filmemacher Tom Cholmondeley erzählt mit seiner Dokumentation einen Kriminalfall, der nie vollständig aufgeklärt wurde. Geleitet werden die Untersuchungen von dem jungen Historiker Chris Skidmore. Er präsentiert neue Quellen und Dokumente, die vielleicht beweisen können, was im Herbst 1560 wirklich geschah. Pathologen, Ärzte und Forensiker begutachten und bewerten die Indizien, die Skidmore in jahrelanger Recherche zusammengetragen hat.