zufällige Doku

Eine Frau für alle Fälle (3sat Doku)


Marja Glage geht jeden Morgen durch „ihre“ Siedlung, Frankfurt-Sindlingen. Sie soll das Zusammenleben im Viertel verbessern, denn sie ist Quartiersmanagerin. Tatsächlich wird sie überall angesprochen. Marja Glage sucht Lösungen für die Probleme der Anwohner. Da ist eine hilflose Mutter, der eine Kündigung ins Haus steht. Marja unterstützt sie bei der Wohnungssuche – und findet heraus, dass die Frau Analphabetin ist. So erklärt sich auch, warum ihr gekündigt wurde und wieso sie Probleme mit der Krankenkasse hat.

Die Stadt Frankfurt gibt 1,5 Millionen Euro pro Jahr aus um zwölf solcher Projekte zu finanzieren. Sie sollen die Bewohner vernetzen, die Nachbarschaft stärken und ein soziales Vakuum füllen. Das Gemeinschaftsgefühl vermindert Gewalt und Aggressivität im Viertel. Inzwischen hat Marja Glage, die von der Caritas bezahlt wird, 80 Helferinnen am Start. Sie verzeichnen Erfolge: Es gibt Nachbarschaftshilfe, Frauenfrühstück, ein Taschengeldprojekt für Jugendliche, Alphabetisierungskurse und gemeinsame Veranstaltungen.