zufällige Doku

Durch die Nacht mit Tom Schilling und Olli Schulz (arte Doku)


Vertauschte Rollen bei „Durch die Nacht mit“: Der sonst so stille und zurückhaltende Schauspieler Tom Schilling gerät ins Plaudern — und der für seine cleveren Pöbeleien berüchtigte Musiker Olli Schulz erweist sich als aufmerksamer, mitfühlender Zuhörer.

Tom Schilling ist ein Schauspieler, dem vor allem eines wichtig ist: Haltung zu bewahren. Schilling ist deshalb nicht der bequemste aller Gesprächspartner, aber ganz sicher einer der aufrichtigsten. „Ich wiederum mach jeden Scheiß“, so Olli Schulz, „weil ich mir nicht so den Kopf um die Sachen mache, die ich so rede.“ Damit steht das Motto des Abends: die konsequente Haltung Tom Schillings trifft auf die ebenso konsequente Nicht-Haltung von Olli Schulz.

Zu den wichtigsten Gesprächspartnern des Abends zählt Regierungssprecher Steffen Seibert, den beide für einen Spaziergang durch das Regierungsviertel treffen. „Ich habe viele Fragen an Sie“, lässt Tom Schilling ihn gleich zu Anfang wissen. Welches Verhältnis hat er zur Kanzlerin, würde er auch für Peer Steinbrück arbeiten und nicht zuletzt: Auf was für Musik steht Seibert eigentlich? Schulz dagegen bleibt zunächst seiner Rolle treu und versucht, Steffen Seibert aus der Reserve zu locken — was ihm für einen kurzen Moment sogar gelingt.

Nach einem Telefonat mit Robert Stadlober, der sich ebenfalls in Berlin befindet, beschließen beide spontan, den restlichen Abend gemeinsam zu verbringen — immerhin haben sie sich durch Stadlober vor vielen Jahren kennengelernt. Beim lautstarken Kegeln in der ehemaligen DDR-Fahrbereitschaft geht es dann noch einmal richtig zur Sache, bevor die illustre Runde die Kunstsammlung Haubrok inspiziert.