zufällige Doku

Dunkle Wolken über dem Dach der Welt (arte Doku)


Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass die Luftverschmutzung lediglich ein Problem industrieller Ballungsräume sei. Im Oktober 2008 erfuhr die breite Öffentlichkeit, dass die Luftverschmutzung in der abgelegenen Himalaya-Region ebenso hoch ist wie in europäischen Städten. Die Wissenschaftsdokumentation zeigt die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Schnee, Wasser und Eis und demonstriert die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Erderwärmung, Luftverschmutzung und Wasserhaushalt.

„Die Luftverschmutzung im Himalaya ist genauso groß wie in europäischen Städten.“ Unter diesem schockierenden Titel erfuhr die breite Öffentlichkeit im Oktober 2008 von den Ergebnissen verschiedener Luftmessungen, die Wissenschaftler in 5.000 Metern Höhe am Fuße des Mount Everest durchgeführt hatten. Plötzlich war das Dach der Welt nicht mehr das vielgepriesene Paradies der Reinheit. Nach der Entdeckung einer gigantischen Smogwolke über dem Indischen Ozean ermittelte ein französisch-italienisches Forscherteam erstmals auch in einem so unberührten Gebiet wie den Gipfellagen des Himalayas erstaunlich hohe Rußkonzentrationen. Wolken kennen keine Grenzen, deshalb forschen die Wissenschaftler weiter.

Die Dokumentation zeigt verschiedene Möglichkeiten, dem Phänomen auf den Grund zu gehen, von Satellitenaufnahmen über Untersuchungen in den Dörfern der nepalesischen Bauern bis hin zu einer in 5.000 Metern Höhe errichteten Glaspyramide, die den Forschern als Labor dient. In interdisziplinären Teams untersuchen sie die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Schnee, Wasser und Eis. Bei der Auswertung der Daten zeigt sich, dass Verschmutzung, Erderwärmung, Wasserhaushalt und regionale Landwirtschaft eng zusammenhängen. Deshalb ist es wichtig, ganzheitliche Strategien für Anpassungs- und Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.

Die Dokumentation verdeutlicht die Dringlichkeit dieser wissenschaftlichen Mission an einem legendären Ort, dessen Zukunft mit der des gesamten Planeten verknüpft ist.