zufällige Doku

Dracula – Blutiges Erbe (N24 Doku)


Vampir-Fledermäuse haben ein schlechtes Image. Seit Bram Stoker im späten 19. Jahrhundert seinen Roman Dracula veröffentlichte, ranken sich viele Legenden um diese Tiere. Doch was ist Realitaet, was Phantasie?

Fledermäuse gehören zu den artenreichsten Säugetieren. Unter den knapp 1.000 bekannten Arten gibt es allerdings nur drei, die sich ausschliesslich von Blut ernähren, die so genannten Vampire. Diese Säugetiere haben ein ausgeklügeltes System bei der Nahrungssuche. Am Boden nähern sie sich vorsichtig dem Opfer. Die Ortung der Blutspender wie auch der günstigsten Bissstelle erfolgt akustisch, über die feine Nase und einen zusätzlichen Wärmesinn. Filmaufnahmen mit einer Infrarot-Kamera zeigen, dass die Tiere zielsicher die Stellen des Wirtskörpers suchen, die auf dem Film am hellsten erscheinen, da dort das Blut direkt unter der Haut fliesst und die meiste Wärme abstrahlt. Haben sie eine Stelle gefunden, beissen die Vampire zu. Das aus der Wunde fliessende Blut wird dann mit der Zunge aufgeleckt.
Professor Wilson Ueida und Dr. Claudia Coen sind Fledermaus-Experten. Auf der Suche nach Vampir-Fledermäusen reisen die beiden gemeinsam nach Brasilien. Ueidas Spezialgebiet sind Fledermaus-Angriffe auf Menschen. Seine Forschungen haben ergeben, dass die Vampire den Geschmack von menschlichem Blut gar nicht mögen. In abgelegenen Dörfern entlang des Amazonas greifen die Vampire aber trotzdem Menschen an. Niemand weiss warum. Ein Rätsel, das der Brasilianer lösen möchte. Seine Kollegin Claudia Coen beschäftigen andere Fragen: Sie möchte herausfinden, welche Tiere von den Vampiren als Opfer bevorzugt werden. Und wie es möglich ist, dass sie sich ausschliesslich von Blut ernähren. Schnell wird klar, dass die Klischees vom Blut saugenden, Krankheiten übertragenden Parasiten nur auf reiner Phantasie beruhen.