zufällige Doku

Dokumentation – Fremdenlegion (ZDF info)


Die Fremdenlegion (frz.: Légion étrangère) ist ein militärischer Großverband, gegenwärtig bestehend aus Freiwilligen aus 136 Nationen, die als Zeitsoldaten Dienst in den Streitkräften Frankreichs leisten. Sie gehört zum französischen Heer. Die Fremdenlegionäre sind im Sinne des Völkerrechts reguläre Soldaten der französischen Armee, auch wenn sie manchmal und fälschlicherweise als Söldner wahrgenommen werden.

Für einen Beitritt müssen Sie Aufnahmebedingungen erfüllen

Unabhängig von Religion, Staatsangehörigkeit und schulischer und beruflicher Bildung kann sich jeder bei der Fremdenlegion bewerben.
Frauen dürfen nach wie vor nicht beitreten (Stand: 2012). Allerdings gibt es einige weibliche Offiziere für Verwaltungsaufgaben, die das französische Heer zur Fremdenlegion versetzt.
Die Aufnahmebedingungen und Auswahlkriterien sind sehr streng. Sie müssen in der Lage sein, jederzeit über Ihre physischen und psychischen Grenzen hinaus Leistung zu bringen.
Eine ausgesprochen gute Teamfähigkeit (Kameradschaft) ist ebenfalls eine der entscheidenden Aufnahmebedingungen. „Einzelkämpfer“ sind eher ungeeignet.
Ein Personalausweis bzw. Reisepass, ein nationaler und/oder internationaler Führerschein sowie Diplome benötigen Sie für die Erstbewerbung. Innerhalb des ersten Dienstjahres müssen Sie außerdem eine Geburtsurkunde mit Abstammung vorlegen.
Als freiwilliger Bewerber müssen Sie sich einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung sowie einer mehrere Wochen lang dauernden, gründlichen medizinischen und psychologischen Untersuchung unterziehen.
Nach Bestehen dieser Überprüfungen werden Sie nach Marseille geschickt, wo ein Auswahlverfahren stattfindet. Während dieser Zeit werden Sie bereits als Soldat eingesetzt.
Auf ausdrücklichen Wunsch und wenn Sie keine kriminelle Vergangenheit haben, erhalten Sie eine neue Identität, die jedoch erlischt, wenn Sie aus der Fremdenlegion austreten. Nur wenn Sie die französische Staatsbürgerschaft angenommen haben, kann die neue Identität bestehen bleiben.
Als Rekrutierter erhalten Sie zunächst einen Vertrag über fünf Jahre Dienstzeit. Sie müssen also bereit sein, der Fremdenlegion für mindestens diese Zeit zu dienen und Ihr altes Leben komplett hinter sich zu lassen. Danach können Sie sich für weitere sechs Monate oder drei bzw. fünf Jahre verpflichten oder die Fremdenlegion wieder verlassen.