zufällige Doku

Die wunderbare Welt der Pilze (Phönix Doku)


Drei Jahre lang war der Naturfilmer Karlheinz Baumann zusammen mit Filmautor Volker Arzt auf Pilzsuche – in den Wäldern Australiens und Amerikas, in der heißen Wüste und der eisigen Arktis und natürlich im Wald. Pilze sind keine Pflanzen; sie können sich nicht von Sonnenenergie ernähren. Sie produzieren hochaktive Substanzen, um Nährstoffe und Mineralien aus den unterschiedlichsten Böden herauszulösen. Manche ihrer Produkte sind für den Menschen giftig, andere wirken heilend oder berauschend, wieder andere sorgen für Würze und Aroma. In der menschlichen Kulturgeschichte spielen Pilze eine große Rolle.

Ein unscheinbarer Getreidepilz hingegen vergiftete Millionen von Menschen. Erst Jahrhunderte später wurde der Mutterkornpilz als Übeltäter erkannt.

Pilze kooperieren mit mikroskopisch kleinen Algen und werden so zu widerstandsfähigen Mischwesen . Sie werden zu Flechten: Neunzig Prozent des Flechtenorganismus bestehen aus Pilzfäden, zehn Prozent aus Algen. Pilze treiben auch unterirdischen Handel mit Bäumen, zum Nutzen beider: Die Pilzfäden liefern Wasser und Mineralien und empfangen Zuckerstoffe von den Baumwurzeln. Neunzig Prozent aller Pflanzen profitieren auf diese Weise von der wunderbaren Welt der Pilze. Das größte Lebewesen der Erde haust als unterirdisches Monster im National Forest von Oregon, überfällt hie und da Nadelbäume und saugt sie aus. Der riesige Hallimasch-Pilz besetzt eine Fläche von 1.000 Fußballfeldern, sein Gewicht wird auf 600 Tonnen geschätzt.