zufällige Doku

Die Tricks der Pflanzen – Tödliche Fallen (arte Doku)


Vor etwa 150 Jahren wurde Charles Darwin auf zwei Pflanzengruppen aufmerksam, deren Verhalten ihm zumindest rätselhaft vorkam. Und noch heute faszinieren Orchideen und fleischfressende Pflanzen die Wissenschaftler: Eine Welt voller Täuschungen, Fallen und Verlockungen. Im aktuellen Teil stehen die fleischfressenden Pflanzen, auch Karnivoren genannt, im Mittelpunkt.

Es gibt viel mehr fleischfressende Pflanzen, auch Karnivoren genannt, als bisher angenommen. Selbst die bekannten Arten wie Sonnentau und Venusfliegenfalle weisen noch unbekannte Verhaltensweisen auf.

Die Dokumentation beschreibt, wie fleischfressende Pflanzen ihre Beute (Insekten, Milben, andere Wirbellose, aber auch kleine Säugetiere) anlocken, fangen und verdauen, um sich mit lebensnotwendigen Stoffen zu versorgen.

Die Karnivoren verwenden unterschiedliche Fangtechniken. Bei den aktiven Techniken schnappt die Klappfalle wie eine Mausefalle zu, bei der Klebefalle hält ein Sekret das Opfer auf den Blättern. Bei der passiven Fangtechnik geht die Pflanze eine Symbiose mit dem gefangenen Insekt ein. Der in Nordamerika verbreiteten Schlauchpflanze dient die passive Falle beispielsweise als Schutz für die Larven von Mücken, die die ertrunkene Beute der Pflanze zerstückeln, was der Pflanze bei der Verdauung hilft. Auch ihre riesige Verwandte, die Kannenpflanze auf der Insel Borneo, ist eine beeindruckende Symbiose mit einer Ameisenart eingegangen. Die Pflanze besitzt Ranken mit angeschwollenen Blättern, den sogenannten Kannen. In den ausgehöhlten Verdickungen der Ranken bauen die Ameisen ihre Kolonien auf. Sie krabbeln in das Innere der Falle, schwimmen durch die Verdauungsflüssigkeit und zerren das Opfer aus der Kanne, um es zu verzehren. Auch diese Ameisen helfen der Wirtspflanze bei der Verdauung ihrer Beute.

Die Wirklichkeit scheint selbst die unglaublichsten fleischfressenden Pflanzen aus der Welt der Science-Fiction-Filme zu übertreffen.