zufällige Doku

Die Spinnenfarm von Arizona – Im Land der Schwarzen Witwen (arte Doku)


Im Hochsommer steigen die Temperaturen in der Wüste von Arizona auf bis zu 50 Grad Celsius. Regen fällt selten. Nur wenige Lebewesen können diesen extremen Bedingungen trotzen. Doch Spinnen haben einmalige Überlebenstechniken entwickelt, die sie lange Zeit ohne Wasser und Nahrung auskommen lassen. Starke Gifte ermöglichen es ihnen, blitzschnell Beute zu schlagen, und schützen sie vor Feinden. Menschen haben nichts zu befürchten, solange sie die Tiere in Ruhe lassen und wissen, wie man mit ihnen umgeht. Für Chuck und Anita Kristensen ist dieses Wissen überlebenswichtig.
Regelmäßig fangen sie Schwarze Witwen und andere Gifttiere, um sie auf ihrer Farm zu melken. Seit über 20 Jahren betreibt das Ehepaar sein kleines, unter Fachleuten sehr geschätztes Unternehmen. Neben den gefangenen Tieren beherbergt ihr Labor Nachzuchten sämtlicher Spezies – außer Schwarzen Witwen auch Vogelspinnen, Skorpione und Riesentausendfüßer. Insgesamt 70.000 Tiere tummeln sich in den Räumen der Farm. Die Firma handelt nicht nur mit Giften, sondern auch mit lebenden Tieren.
Die Zucht der Spinnen ist eine Sisyphus-Arbeit: Jedes Tier muss in einer separaten Box aufgepäppelt werden, sonst würden sich die Spinnen gegenseitig auffressen. Hinzu kommt, dass in einem Gelege fast 80 Prozent der Jungtiere Männchen sind, es können aber nur die Weibchen gemolken werden. Vier Monate dauert die Aufzucht. „360° – Geo Reportage“ hat die Spinnenbändiger bei ihren Fangaktionen in der Wüste und bei der Aufzucht der hochgiftigen Tiere beobachtet.

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