zufällige Doku

Die Last ein Mädchen zu sein: Missing Women in Asien


Sie werden „Missing Women“, fehlende Frauen, genannt – die etwa 100 Millionen Frauen, die in Asien aufgrund der praktizierten Tötung weiblicher Säuglinge im Gleichgewicht der Geschlechter fehlen. In jüngerer Zeit, nach dem Einsatz der Ultraschalluntersuchung zur Erkennung des Geschlechts bereits im Mutterleib, werden Abtreibungen weiblicher Föten vorgenommen.

Der Frauenmangel in Asien wird langfristig bedeutende politische und soziale Auswirkungen haben. Die seit über 20 Jahren ansteigende Geburtenrate männlicher Säuglinge beginnt, das demografische Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern zu stören. In einigen Gegenden Indiens und Chinas zeichnet sich bereits das Schreckgespenst einer frauenlosen Gesellschaft ab.
Die meisten „Missing Women“ werden in Nordindien, in den Provinzen Pendjab und Haryana, verzeichnet. Dort ist einerseits die traditionelle Bevorzugung des männlichen Geschlechts am tiefsten verankert, andererseits sind Abtreibungen weiblicher Föten sehr verbreitet, obwohl dies gesetzlich verboten ist.

In Karatschi werden aufgrund der wachsenden Armut viele neugeborene Mädchen in Gräben, Parks und auf Müllkippen ausgesetzt. Diese Praxis hat in den letzten Jahren erschreckend zugenommen. Meist haben die Babys keine Überlebenschance.

#Indien #Asien #Gesellschaft