zufällige Doku

Die großen Kriminalfälle: Dagobert – Der Kaufhauserpresser (ARD Einsfestival Doku)


Am 25. Mai 1988 explodiert im Berliner „Kaufhaus des Westens“ eine Bombe. Kurz danach geht ein Erpresserschreiben ein. Der Bombenleger fordert 500.000 DM, sonst würden bei neuen Anschlägen auch Menschen sterben. Das Geld soll aus auf sein Kommando hin aus einer fahrenden S-Bahn geworfen werden.

So beginnt einer der längsten und spektakulärsten Erpressungsfälle in der deutschen Kriminalgeschichte. Sechs Jahre lang werden sich „Dagobert“, wie der Täter bald genannt wird, und die Polizei in Berlin und Hamburg ein riskantes Katz- und Maus-Spiel liefern – beobachtet von einer Öffentlichkeit, deren Sympathie ganz dem gewitzten und intelligenten Verbrecher gehört, der die Polizei so lange an der Nase herumführt.

Am 22. April 1994 bringt die Überwachung der Berliner Telefonzellen schließlich den entscheidenden Erfolg. „Dagobert“ wird gefasst. Er ist froh, dass es vorbei ist, genau wie seine Gegenspieler von der Polizei! Am 20. Juni 1996 wird Arno Funke alias „Dagobert“ wegen schwerer räuberischer Erpressung zu neun Jahren Haft und zu einer Schadensersatzzahlung von 5 Millionen Euro verurteilt. Heute lebt er als Grafiker und Buchautor in Berlin.

Im Film treten die Gegenspieler von damals noch einmal auf: Arno Funke sowie Ulrich Tille und Martin Textor von den Sokos in Hamburg und Berlin. Zum ersten Mal werden auch die Fahnder erzählen, die „Dagobert“ verhaften haben, sowie sein Freund Heinz Küppert.